Kaiserslautern „Ich bin nicht aus Zucker“

Ihre Lieblichkeit Denise I.: Denise Martin.
Ihre Lieblichkeit Denise I.: Denise Martin.

«RAMSTEIN-MIESENBACH.» Riesenjubel bei der Inthronisation, jetzt ein Mammutprogramm, das zum Höhepunkt der tollen Tage in ein „Heimspiel“ beim Westricher Fastnachtszug mündet: Wahrlich turbulente Zeiten für die Tollität: Denise Martin, ihres Zeichen Prinzessin Denise I. und Regentin der Ramsteiner Bruchkatze, steckt das aber locker weg, wie sie im Gespräch verrät.

Ihre Lieblichkeit – die Session ist ja lang diesmal, der Terminkalender trotzdem prallvoll. Reicht die Kondition bis Aschermittwoch?

Ja, klar doch. Ich bin schwer auf Achse, aber es macht mir auch alles einen Riesenspaß. Außerdem: Als Gardetänzerin sollte ich ja durchaus Stehvermögen mitbringen. Ich bin ja nicht gerade aus Zucker. Sie tanzen bis heute. Wie lässt sich das denn koordinieren mit Ihren hoheitlichen Verpflichtungen? Inzwischen bin ich bei der Senatsgarde – wir machen Schautanz, und bei der Formation ist die Trainingsintensität nicht so hoch wie bei den Grün-Weißen Funken, unserer hervorragenden Vorzeige-Garde. Mit dem Tanzen hat’s übrigens angefangen: Vor 18 Jahren bin ich zu den Bruchkätzchen gestoßen. Meine Oma hat schon getanzt, dann meine Mutter Tanja, meine Tante Nadine – und da hat es auch mich schon früh gepackt. Inzwischen tanze ich mit Mama und Tante zusammen – die machen auch bei der Garde mit. Lauter sportliche Frauen also. Aus einer närrischen Familie... Wir sind echte Ramsteiner – und eben begeisterte Fasnachter, vor allem aus Spaß am Tanzen. Auch meine jüngere Schwester war bis voriges Jahr noch dabei. Und mein Vater Eric ist ebenfalls ziemlich gefordert: Er ist schon lange im Vorstand, war zweiter – und ist inzwischen erster Vorsitzender unseres Vereins. Unter den Frauen bin ich allerdings die erste Prinzessin in der Familie – diese Erfahrungen haben meine Mutter und meine Tante nicht gemacht. Wie war die Kampagne bisher für Sie? Anstrengend? Schön vor allem. Das ging beim Ordensfest am 17. November schon los. Die Bruchkatze starten immer am Samstag nach dem Elften im Elften mit Ordensfest und Inthronisation. Es war ein wunderbarer Abend. Als klar war, wer neue Prinzessin ist, haben sich alle riesig mit mir gefreut. In Zeiten von Facebook und Co. kriegt man ja heute eher mit, wenn andere etwas zu mäkeln haben. Gab es denn auch negative Reaktionen? Überhaupt nicht – zumindest wüsste ich bis jetzt nichts davon. Im Verein und in meinem Umfeld haben sich alle gefreut. Auch bei Ihrem Arbeitgeber? Als Bankkauffrau und Kundenberaterin müssen Sie ja höchst seriös agieren. Keinerlei Problem, das lässt sich ja strikt trennen. Die Volksbank unterstützt mich übrigens sehr in meinem Engagement für die Bruchkatze. Wofür ich sehr dankbar bin. Was steht denn jetzt noch so alles an für Denise I.? Wo zeigt sie sich? Und worauf freuen Sie sich besonders? Ich freue mich auf alles, was da noch kommt. Vor allem natürlich auf die heiße Phase. Das letzte Wochenende hat es echt in sich. Freitags bin ich zu Gast im Kindergarten. Samstags sind wir bei Edeka. Ebenfalls schon traditionell: Der Besuch der Bruchkatze im katholischen Gottesdienst am Sonntag. Am Abend fahren wir zur Fernsehsitzung nach Frankenthal. Voriges Jahr war ich groß zu sehen, als ich einen Witz verpeilt und zu spät gelacht habe. Tags darauf fahren wir vielleicht zum Rosenmontagszug nach Mainz. Und dann natürlich der große Umzug in Ramstein am Dienstag – Heimspiel. Dabei zu sein, den Verein zu repräsentieren – das ist das Größte. Tja, und nach Aschermittwoch darf ich mir ein paar Tage Urlaub gönnen.

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