Karate RHEINPFALZ Plus Artikel Horne führt Bundesligateam zum Sieg

Kumite-Team-Finale der Herren: Jonathan Horne (rechts) siegt gegen Yannik Holzbaur (MTV Ludwigsburg).
Kumite-Team-Finale der Herren: Jonathan Horne (rechts) siegt gegen Yannik Holzbaur (MTV Ludwigsburg).

Karateka Jonathan Horne hat sein Team zur Bundesliga-Meisterschaft geführt. In Dortmund sicherte sich das Herren-Team Rheinland-Pfalz nach einer überlangen Bundesligasaison den Mannschaftstitel.

16 Monate für eine Bundesligasaison? Geplant war das nicht. Kampfsportler können sich zwar in Geduld üben, bevor sie im richtigen Moment zum Angriff übergehen, aber was sich in der Karatebundesliga abspielte, das war schon eine Herausforderung. In die Runde gestartet sind Deutschlands Karatemannschaften bereits im März 2020 auf Hamburgs Matten. Jetzt, am 5. Juni 2021, konnte, im Rahmen der „Finals 21“ bei der Mannschaftsmeisterschaft nun endlich der Deckel draufgemacht werden. Gekämpft wurde nicht in Berlin, die Matten lagen in Dortmund.

Nach der Hinrunde und einer zwischenzeitlich ausgefallenen Rückrunde trafen sich sechs Teams (Ludwigsburg, Meißen, Kassel, Wacken, Team St. Wendel/Saarwellingen und das Team Lotto Rheinland-Pfalz), wollten endlich wissen, wer sich Meister der Bundesliga nennen darf.

Nach einem Mammut-Tagesprogramm mit Vorkämpfen, Halbfinals und dem Finale hielt am Ende das Herren-Team Lotto Rheinland-Pfalz den Titel in der Hand. Es zog bis ins Finale vor und setzte sich dort gegen die Ludwigsburger durch.

Bestechende Form

Einen entscheidenden Anteil zur Meisterschaft lieferte Jonathan Horne, der das Team Lotto Rheinland-Pfalz verstärkte. Der Schwergewichtskämpfer vom Teikyo Karate Team Kaiserslautern, der alte und neue Europameister, der Weltmeister mit dem olympischen Tokio-Ticket in der Tasche, zeigte sich kurz vor den Olympische Spielen in bestechender Gesamtform.

Auch im Finale war er für sein Team eine Bank, auf die gebaut wurde. Nach seinem 8:0-Erfolg im Finalkampf hatte er die Tür zur Meisterschaft weit aufgestoßen, das Team ließ nichts mehr anbrennen, und der Titel ging an die Rheinland-Pfälzer. Auch die Frauen hatten ein Team Rheinland-Pfalz am Start, auch sie kämpften sich bis ins Finale, verloren dort aber gegen Musashi Weimar und holten Silber.

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