Kaiserslautern Hohes Niveau, schwere Prüfungen

Schwierige Aufgabe, starke Konkurrenz in der Springprüfung der Klasse S: Das Niveau war hoch, Steffen Schmalenberger von der RSG
Schwierige Aufgabe, starke Konkurrenz in der Springprüfung der Klasse S: Das Niveau war hoch, Steffen Schmalenberger von der RSG Barbarossa blieb auf Nicaro S nicht fehlerfrei, sammelte zwölf Fehlerpunkte und konnte sich nicht platzieren.

Die Voraussetzungen stimmten, das Niveau war hoch, und die Reiter kamen in Scharen zum Springturnier der Pferdefreunde Fröhnerhof. Aus organisatorischen Gründen hatte der Verein sein großes Reit- und Springturnier auf zwei Wochenenden verteilt. Während dieses Wochenende drei Tage lang die Springreiter im Vordergrund standen, werden es am nächsten Samstag und Sonntag die Dressurpaare sein.

Eva Labes, die stellvertretende Vorsitzende, war mit dem hohen Zuspruch und den sportlichen Leistungen zufrieden. Die bisherigen guten Turniere machten sich in der Teilnehmerzahl bemerkbar, stellte sie fest. Aufgrund der Geländebeschaffenheit und Gestaltung haben die Zuschauer einen guten Blick auf den Parcours mit den vielen Hindernissen. Parcoursbauer Reinhard Neuhard aus der Südpfalz verstand es auch in diesem Jahr, bei allen Prüfungen gute Linienführungen und Sprungfolgen in den Sand zu setzen. Ganz deutlich wurde dies bei der Springprüfung der Klasse S, die in der Siegerrunde entschieden wurde. 15 Reiterpaare stellten sich der Herausforderung der elf Hindernisse mit 13 Sprüngen. Für die 490 Meter lange Strecke hatten sie 84 Sekunden Zeit. Aus der Qualifikationsrunde gingen sieben Reiterpaare hervor. Axel Schmidt vom Reit- und Fahrverein Weisenheim am Sand musste wegen einer leichten Verletzung seines Bayrischen Wallachs Conley auf eine Platzierung verzichtete. Schon die Qualifikationsrunde zeigte das hochkarätige Starterfeld. Es wurde nochmals in der Siegerrunde über sechs Hindernisse mit sieben Sprüngen, die auf 340 Meter verteilt sind, deutlich. Erlaubt war eine Zeit von 59 Sekunden. Michel Brosswitz vom landwirtschaftlichen Reitverein Kalthof bei Iserlohn musste mit dem zehnjährigen Holsteiner Hengst Convent die erste Zeit setzen. Und das tat er eindrucksvoll fehlerfrei in 39,99 Sekunden. Das war dann der zweite Platz. Schon der zweite Teilnehmer war letztlich der Gewinner: Thomas Wittemer von der Reitsportgemeinschaft Worms-Pfeddersheim fand die schnellsten Wenden und unterbot mit der 14-jährigen Hannoveraner-Stute Lou Beega die bisherige Bestzeit um 3,87 Sekunden. Der 41-jährige Pferdewirtschaftsmeister und Betreiber eines Ausbildungsstalls lobte das Ambiente und dass der Veranstalter Wert auf Kleinigkeiten lege. Das Turnier auf dem Fröhnerhof sei eine der reiterfreundlichsten Veranstaltungen, sagte er. Die nachfolgenden Reiter blieben nicht mehr fehlerfrei, so dass die Entscheidung gefallen war. Mit 29 Teilnehmern war die Springprüfung der Klasse M mehr als gut bestückt. Namhafte Reiter waren am Start. Letztlich setzte sich die Saarländerin Beate Schmitt vom RFV Neunkirchen-City mit der achtjährigen Stute Jougana durch. Mit 55,47 Sekunden hatte die Amazone unter den 15 fehlerfreien Reiterinnen und Reitern die schnellste Zeit. Karsten Schäfer vom RSV Käshofen blieb mit Paloma Beach nur Rang zwei bei einem Rückstand von 2,75 Sekunden. Siegfried Nied vom RFV Schwegenheim lag mit Ticini 59 Hundertstelsekunden dahinter. Auch der Sieg in der Punktespringprüfung der Klasse M mit zwei Sternen ging ins Saarland. Gewinnerin wurde Anke Harz vom Trab- und Rennverein Heiligenwald mit Diva de Ritzi bei voller Punktzahl mit einem Vorsprung von 2,95 Sekunden auf Karsten Schäfer mit Power’s Platin, der mit Caliro bei einem weiteren Rückstand von 1,66 Sekunden Rang drei belegte. Tina Krauss aus Enkenbach-Alsenborn von der RSG Barbarossa Kaiserslautern wurde mit Cerano Sechste. Die Zeitspringprüfung der Klasse L war an Spannung nicht mehr zu überbieten. Die Entscheidung fiel für alle Teilnehmer über die Uhr. Am schnellsten war Joachim Specht vom RFV Neunkirchen-City mit Caro in 48,34 Sekunden. Er war 27 Hundertstel schneller als Maren Nied vom RFV Zeiskam mit Valentino. Weitere sieben Hundertstelsekunden dahinter belegte der Saarländer Rang drei mit Quality. Auch der Nachwuchs zeigte auf dem Fröhnerhof sein Können. Der junge Philipp Krauss aus Enkenbach-Alsenborn gewann mit Cash die Springprüfung der Klasse E. Er lag fünf Hundertstel vor Alisa Samira Spiegel vom RSV Fröhnerhof mit Espania. Julia Labes von den PF Fröhnerhof kam mit Debussy auf eine Wertnote von 7,9 und gewann damit den Caprilli-Wettbewerb. Zwei Siege holte sich ihre Mannschaftskollegin Paula Banse, die mit Galileo den Springreiter-Wettbewerb und die Dressuraufgabe für Springreiter gewann. Eine weitere Platzierung gab es für die 13-jährige Anna Bähr aus Mehlingen. Mit Sidathe gelang ihr das im Stilspring-Wettbewerb, den Justyna Benner vom RFV Miesau mit dem 21-jährigen Polen-Wallach Dschunaid gewann. Zahlenspiegel

x