Kaiserslautern Hoffnung auf Investor
Die Sanierung und Wiedereröffnung der Gaststätte Husarenschänke in der Theo-Barth-Halle, die in den letzten Monaten des vergangenen Jahres die Gemüter von Ortsbeirat und Bürgern erhitzte, stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs, zu dem der SPD-Ortsverein Erlenbach gestern in die Ortsverwaltung eingeladen hatte.
Die gemeinsame Unterschriftenaktion der im Ortsbeirat vertretenen Parteien zur Wiederherstellung der Husarenschänke, die von rund 1200 Bürgern von Erlenbach unterstützt wurde, wertete Jochen Steiner, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Erlenbach, als ein Zeichen für künftige Investoren, dass sich ihr finanzieller Einsatz lohnen werde. Auch wenn die Kritik an Ortsvorsteher Fritz Henrich (SPD) unschön gewesen sei, habe das Interesse an einer Wiedereröffnung der Husarenschänke letztlich zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit unter den Fraktionen geführt. Jetzt gelte es, alle Kräfte einzusetzen, die Gespräche mit der Stadtverwaltung fortzuführen und angesichts der schlechten Finanzlage der Stadt einen potenziellen Geldgeber zur Fertigstellung der Gaststätte zu finden, sagte Steiner. Unterstützung in Sachen Husarenschänke erhielt Steiner von den SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Wansch und Andreas Rahm. Auch wenn Erlenbach ein Stadtteil von Kaiserslautern sei, weise es dörfliche Strukturen auf. „Und zu einem Dorfleben gehört eine Gaststätte“, plädierte Wansch für die Wiederherstellung der Husarenschänke. Rahm hob die parteiübergreifenden Bemühungen für den Erhalt der Gaststätte hervor. „Es ist sehr schön, wie es in Erlenbach läuft“, sagte Rahm und riet dazu, die Husarenschänke aus dem bevorstehenden Kommunalwahlkampf herauszuhalten. Vielversprechend wertete er die Gründung eines neuen Vereins, der sich die Unterstützung der Dorfgemeinschaft auf die Fahnen geschrieben habe. Der Freiwilligen Feuerwehr Erlenbach wünschte er mehr Mitglieder. Die seien zwischenzeitlich so knapp geworden, dass ein Einsatz nicht immer möglich sei. Weiter werde sich der Ortsverein für die Belange einer Grundversorgung in Erlenbach einsetzen, für eine Verschönerung der Grünfläche vor der protestantischen Kirche und für einen Generationenraum, der allen Altersgruppen zur Verfügung stehen soll. Auch kündigte Steiner Ortsrundgänge in vier Teilen von Erlenbach an. „Wir wollen sehen, wo der Schuh drückt und wie wir den Bürgern unter die Arme greifen können. Unser Ortsbezirk ist eine soziale Gemeinschaft, und die wollen wir praktizieren.“ Die bevorstehende Europawahl vor Augen, appellierte Steiner, Extremisten und Populisten entschieden entgegenzutreten. Europa nutze den Menschen. Deswegen gelte es, die Demokratie zu stärken und die Europawahl zu unterstützen.