Kaiserslautern Hochkaräter verspeisen

Mit der Partie beim SC Neustadt II beginnt für die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs am Montag, 19.30 Uhr, die entscheidende Phase der Qualifikationsrunde zur Ober- und Verbandsliga Rheinland-Pfalz/Saar.

Zwölf Tage später wartet mit der Zweitliga-Reserve des WSV Ludwigshafen bereits der nächste Hochkaräter auf die Krokodile, für die es schon jetzt darum geht, sich eine möglichst gute Ausgangsposition für die im Mai beginnende Meisterschaftsrunde zu verschaffen.

Wie erwartet, war es wieder nur ein kurzes Gastspiel der Lauterer Wasserballer an der Tabellenspitze. Gerade einmal drei Tage hatte man nach dem hart umkämpften Erfolg gegen den WSV Ludwigshafen III den Platz an der Sonne inne, ehe man der zweiten Mannschaft der Ludwigshafener den Vortritt lassen musste, die bei jeweils 8:0 Punkten das bessere Torverhältnis aufweist. Bis man am Montag beim SC Neustadt II (6:0 Zähler) antritt, dürfte allerdings auch der zweite Rang Geschichte sein, da die Neustadter heute auf den SV Friedrichsthal treffen und als klarer Favorit in die Partie gehen.

Ungeachtet des aktuellen Tabellenstandes wäre ein Erfolg gegen die Bundesligareserve von der Weinstraße vor allem in Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf enorm wichtig. Schließlich wird die Liga nach Abschluss der Vorrunde in der Mitte geteilt und die Rückrunde nur noch gegen Gegner aus der jeweiligen Fünfer-Gruppe absolviert, wohin lediglich diejenigen Ergebnisse übernommen werden, die untereinander erzielt wurden. Aufgrund der bisherigen Resultate ist es wahrscheinlich, dass sich der KSK, wie auch die beiden zweiten Mannschaften aus Neustadt und Ludwigshafen, für die obere Hälfte qualifizieren werden, sodass die Punkte, die man in den nächsten beiden Spielen einfahren kann, doppelt wichtig sind.

Im Vorjahr konnten die Krokodile beide Partien gegen Neustadt II gewinnen (10:5 und 11:3), wobei man durchaus auch das Glück hatte, dass der Gegner beide Male nicht unbedingt in Bestbesetzung angetreten war. Dies dürfte diesmal nicht der Fall sein, zumal der SCN vor der Saison seine Erstligamannschaft personell ordentlich aufgestockt und dabei die pro Partie erlaubte Ausländerzahl überschritten hat. Somit holen sich einige Akteure in der Oberliga die Spielpraxis, die ihnen in der Bundesliga verwehrt bleibt. Bei den bisherigen drei Auftritten der Neustadter bekamen die SGW Neunkirchen/Homburg (11:21), der SC Poseidon Worms (3:18) sowie der SSV Trier (6:20) diese Qualität deutlich zu spüren.

Ärgerlich aus Sicht des KSK, dass Trainer Florian Schweiker ausgerechnet in dieser wichtigen Phase der Saison nicht auf seinen stärksten Kader zurückgreifen kann und in Neustadt beispielsweise auf Stefan Raspudic verzichten muss. Nichtsdestotrotz fahren die Krokodile natürlich nicht chancenlos an die Weinstraße - zumindest ein Teilerfolg sollte durchaus im Bereich des Möglichen liegen.

Allerdings müssen sich die Lauterer dafür definitiv cleverer anstellen, als dies in der zweiten Halbzeit der Partie gegen den WSV Ludwigshafen III der Fall war: Da verspielte man einen 8:2-Vorsprung und konnte am Ende gerade noch einen hauchdünnen 11:10-Sieg einfahren. (sts)

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