Kaiserslautern Hilfreiche Technik
In der vergangenen Woche wurde Optikermeister Thomas Kempf aus Spesbach zum „Varilux Spezialist 2016“ ernannt. Er erhielt diese Auszeichnung bereits zum vierten Mal.
Zeit für einen Selbstversuch. Nach Aufsetzen des Headsets steige ich eine virtuelle Treppe hinauf. Während die Stufen nach außen hin abgerundet erscheinen, wirken sie mit den Gleitsichtgläsern gerade. Bei einer Autobahnfahrt werde ich plötzlich geblendet. Hier zeigt sich eindrucksvoll der Vorteil von entspiegelten Gläsern, denn diese „schlucken“ die Reflexion. Ich laufe durch den Regen. Die Gläser beschlagen und weisen deutliche Wasserspuren auf. Speziell beschichtete Gläser hingegen lassen das Wasser abperlen und sorgen für klare Sicht. Kempf arbeite laut Udo Steinbach, Kundenberater der Firma Essilor, intensiv am Mess- und Beratungssystem „Visioffice 2“ und versuche sich dahingehend ständig zu verbessern. Deshalb überreichte er Kempf zum wiederholten Male die Auszeichnung. „Wir verfügen über eine ,Virtual Reality Brille’, die Gleitsichtgläser simulieren kann“, sagt Kempf. „Diese soll dem Kunden eine Hilfestellung bei der Wahl der richtigen Brillengläser geben“. Das Headset mit mp3-Player als Empfangseinheit wird vom Optiker mit einem Tablet gesteuert. Die Simulationen umfassen virtuelle, dreidimensionale Szenen, Betrachtungen mit der Möglichkeit von 360-Grad-Drehungen. Konnte Kempf bisher bei der Beratung lediglich auf Bilder zurückgreifen, so kann er jetzt die besonderen Eigenschaften der verschiedenen Gleitsichtgläser transparenter machen. Eine spezielle Variante sind die Bildschirmarbeitsplatz-Gleitsichtbrillen. „Bei Bildschirm-Arbeitsplätzen tränen dem Bediener oft die Augen oder er klagt über Kopfschmerzen“, sagt Steinbach. Dies sei auf das Ermüden der Augenmuskulatur zurückzuführen, vergleichbar mit einem Gummiband, dass man ständig ziehe, bis es ausgeleiert sei. Explizit in diesen Fällen empfiehlt sich eine Bildschirmarbeitsplatz-Gleitsichtbrille. (gem) Info www.optikkempf.de