Kaiserslautern Herbstfantasien mit Chopin

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Nicht nur Herbststürme, sondern auch Herbstfantasien stehen dem Theodor-Zink-Museum ins Haus: Morgen, Samstag, erklingt um 19.30 Uhr eine Hommage an den Komponisten Frédéric Chopin, die das Künstler-Ehepaar Ekaterina Tarnopolskaja und Wieland Satter mit dem Themenkomplex Herbstfantasien verbinden.

Kammerkonzerte gibt es – auch in Kombination aus Lesung und Musik – regional in Hülle und Fülle, dennoch hat die Veranstaltung mit dem Anspruch eines Gesamtkunstwerks einen Ausnahmecharakter: Neben dem pianistischen Bravourstück von Chopin, der Polonaise brillante, gespielt von Tarnopolskaja wird die Cellosonate Chopins erklingen. Diese gehört zwar zum Standardrepertoire der Cellisten, hat aber nicht den Bekanntheitsgrad seiner Klavierwerke. Die seit 2013 am Pfalztheater als Solocellistin engagierte Musikerin Caroline Busser wird sich des Kleinods annehmen. Komplettiert wird der musikalische Teil durch die „Polnischen Lieder“ des Komponisten. Die Sopranistin Arlette Meißner, seit 2003 fester Teil des Opernensembles, wird im Zinkmuseum im Liedfach zu hören sein. Meißner gehört mit ihren vielen aufsehenerregenden Partien aus spätromantischen Opern und jenen der klassischen Moderne zu den vielseitigsten Interpretinnen des Pfalztheaters. Zuletzt sang sie die Titelrolle in der polnischen Nationaloper „Halka“. Bei dem Liederzyklus Chopins, der zwischen 1827 und 1847 über einen langen Zeitraum entstand, wird auch der Bariton Radoslav Wielgus zu hören sein; dieser wurde wie Chopin in Polen geboren und ist nach seinem Engagement an den Städtischen Bühnen Münster seit 2011 beim Pfalztheaterchor unter Vertrag. Ergänzt wird der musikalische Teil durch literarische Intermezzi. Alle Klavierpartien werden von der in Moskau aufgewachsenen Konzertpianistin Tarnopolskaja gestaltet, die seit 2009 als künstlerische Leiterin der musikalisch-literarischen Konzertreihe „Zwischen den Zeilen“ mit Veranstaltungen in Passau, Landshut und Graz mit einem konzeptionellen Zusammenspiel von Literatur und Musik aufwartet. Die Pianistin hat seit 2009 einen Lehrauftrag an der Stuttgarter Musikhochschule, seit 2012 auch an der Musikhochschule Mannheim. Darüber hinaus leitet sie Meisterkurse am Konservatorium Moskau und ist seit 2015 Studienleiterin am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Unterstützung findet sie bei ihrem Mann, Bariton Wieland Satter. Dieser hatte zuletzt beim Eröffnungskonzert des Pfalztheaters mit Rossini-Partien für Furore gesorgt. Das Konzert am Samstag ist ein Pilotprojekt, geplant sind weitere Veranstaltungen. (rhe)

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