Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Herber Rückschlag für den TuS Dansenberg

War mit zehn Treffern der erfolgreichste Schütze des TuS: Jan Claussen.
War mit zehn Treffern der erfolgreichste Schütze des TuS: Jan Claussen.

Dass eine gute Viertelstunde nicht reicht, um in der Dritten Handball-Bundesliga Spiele zu gewinnen, bekam der TuS Dansenberg am Samstag gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II aufgezeigt. Beim 30:31 (13:17) blieb die Mannschaft über weite Strecken vieles schuldig und stand trotz einer starken Aufholjagd schlussendlich mit leeren Händen da.

Als Kreisläufer Sebastian Bösing nach feinem Pass von Spielmacher Jan Claussen in der 57. Minute zum 30:29 traf, schien Dansenberg noch mal mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Die Mannschaft hatte einen Sechs-Tore-Rückstand wettgemacht und das Momentum auf ihrer Seite. Die Chance, den Vorsprung in der Schlussphase auf zwei Tore zu erhöhen, wurde leichtfertig vertan. Ein Aufsetzer von Neuzugang Mihail Ivanov wurde zur leichten Beute des HSG-Torhüters, der blitzschnell reagierte und Tim Rüdiger mit einem langen Pass in den Lauf das 30:30 (58.) auflegte. Ein verdeckter Unterarmwurf von Claussen war die letzte Offensivaktion der Gastgeber.

Als die Punkteteilung bereits so gut wie besiegelt schien, ertönte die Pfeife der Schiedsrichter, die drei Sekunden vor dem Ende auf Siebenmeter für die HSG entschieden. Leon Bremond ließ sich die Chance von der Linie nicht entgehen und markierte nervenstark den Siegtreffer. Die Uhr war zu diesem Zeitpunkt bereits abgelaufen, sodass Dansenberg nicht mehr in Ballbesitz kam.

Nichts zum Schönreden

Obwohl die Entscheidung erst in sprichwörtlich letzter Sekunde fiel, hatte Dansenberg das Spiel schon viel früher verloren. Das wusste auch Müller, der gar nicht erst versuchte, den über weite Strecken fahrigen Auftritt seiner Mannschaft schönzureden. „Wir waren eigentlich gut vorbereitet, aber wenn man 45 Minuten lang ohne Leidenschaft und ohne Herz spielt, dann reichen auch keine zehn guten Minuten, um so ein Spiel zu drehen. Das ist eine Niederlage, die uns nicht passieren darf. Wir haben das Spiel in der Abwehr verloren“, stellte der Trainer klar.

Der Rückschlag

Während sich die HSG, die bis dahin auswärts nur beim abgeschlagenen Schlusslicht DJK Waldbüttelbrunn etwas Zählbares mitnehmen konnte, über zwei nicht eingeplante Punkte im Kampf um den Klassenerhalt freuen durfte, musste der TuS einen herben Rückschlag im Kampf um einen Spitzenplatz hinnehmen. Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde ist in weite Ferne gerückt, der Rückstand auf die zweitplatzierte HSG Hanau beträgt jetzt sechs Punkte.

„Ich habe darauf hingewiesen, dass das Spiel kein Selbstläufer wird. Die Mannschaft hat heute nicht das gezeigt, was ich in einem Heimspiel von ihr erwarte. Die erhoffte Reaktion hat sehr, sehr lange auf sich warten lassen“, betonte Müller, dessen Team ab Mitte der ersten Halbzeit einem Rückstand hinterherlief. Dansenberg gelang es nur selten, die Gäste ins Positionsspiel zu bringen. Das wurde erst mit der Umstellung auf eine offensive 5:1-Deckung besser, Dutenhofen blieb ab der 45. Minute rund fünf Minuten ohne Treffer. Dansenberg kämpfte sich mit einem 5:0-Lauf zum 25:26 (49.) ins Spiel zurück und war in der Schlussphase drauf und dran, das bereits verloren geglaubte Spiel noch zu drehen. Die Chance, sich ein Topspiel gegen Hanau zu erarbeiten, wurde leichtfertig vertan.

Weiter geht es für die Schwarz-Weißen am Samstag (19.30 Uhr) in Waldbüttelbrunn. Ein Sieg beim Schlusslicht ist Pflicht.

So spielten sie

TuS Dansenberg: Fiedler/Lüpke/Heringer (Tor), Claussen (10), Steinführer (7/3), Bösing (4), Serwinski (3/1), Dietrich (3), Ivanov (2), T. Holstein (1), Dettinger, Reitemann, M. Holstein, Kurz

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