Handball
Heimserie des TuS Dansenberg reißt gegen Kastellaun/Simmern
Die Vorzeichen des Duells gegen den starken Tabellenvierten HSG Kastellaun/Simmern standen nicht gut für den TuS Dansenberg: „Wir könnten eine Mannschaft nur mit den aktuellen Verletzten aufstellen“, fasst Trainer Ivan Vukas die angespannte Kadersituation bei den Westpfälzern nach der 25:33 (13:16)-Niederlage zusammen. So fehlten wichtige Stammspieler wie etwa Torhüter Michael Hoppe oder Rückraumshooter Marco Holstein, sowie beide nominelle Rechtsaußen. „Wir müssen uns ständig etwas Neues überlegen. Es ist nicht einfach, von Woche zu Woche, wenn so viele Stammspieler fehlen konkurrenzfähig zu bleiben“, haderte Vukas. Zu allem Überfluss verletzte sich dann auch noch Henry Hofmann während der Partie – er kugelte sich bei einem Zusammenprall mit dem Gegenspieler den kleinen Finger aus.
So mussten erneut die A-Jugendlichen in die Bresche springen. Vincent Uben (sieben Tore), Louis Lang (4) und Daniel Szczendzina (3) bildeten neben Spielmacher Ben Kölsch für den Rest der Partie den Rückraum. „Die jungen Spieler machen von Spiel zu Spiel Fortschritte, das sieht man“, lobte Vukas seine Schützlinge. „Sie bekommen ihre Chancen und nutzen diese auch, sie machend das gut.“ Insbesondere Uben konnte erneut als bester Werfer der Hausherren überzeugen. Auch das Fehlen von Stammtorhüter Hoppe fiel nicht so sehr ins Gewicht, da Simon Gabrys eine gute Leistung abrief.
Zu viele Fehler im Angriff
Nach einer frühen 2:1-Führung (2.) gerieten die Dansenberger schnell ins Hintertreffen, denn in den nächsten neun Minuten gelang nur ein einziger eigener Treffer, so stand es 3:7 nach zehn Minuten. In der Folge fingen sich die Hausherren, kämpften sich Stück für Stück in die Partie zurück und verkürzten auf 6:8 (15.). Ein gehaltener Siebenmeter durch A-Jugend Torwart Darvin Mayer gab dem TuS weiteren Auftrieb, die Gastgeber blieben dran, das Spiel war in dieser Phase offen. Mehrfach gelang es, den Anschlusstreffer zu erzielen, doch jedes Mal verpassten es die Dansenberger, nachzulegen und den so wichtigen Ausgleichstreffer zu erzielen. Da sie in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte ohne eigenes Tor blieben ging es mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Kabinen. „Wir haben im Angriff einfach viel zu viele Fehler gemacht“, kritisierte Vukas.
Dennoch hatte man das Gefühl, dass im zweiten Durchgang noch alles drin ist für die Hausherren. Stattdessen zog die HSG Kastellaun/Simmern binnen fünf Minuten auf 20:14 (36.) davon. Ab diesem Zeitpunkt liefen die Dansenberger einem Rückstand von vier bis sechs Toren hinterher. Dass sich die HSG in dieser Phase nicht weiter absetzen konnte, war dem starken Einsatzwillen der TuS-Mannen zu verdanken, die sich mit allen Kräften gegen die Niederlage stemmten und im Verbund mit Torhüter Gabrys leidenschaftlich verteidigten. So mussten die Gastgeber zwischen der 40. und 52. Minute in zwölf Minuten nur zwei Gegentore hinnehmen.
Kritik an Unparteiischen
Doch erneut machten zu viele Fehler im eigenen Angriffsspiel die Chance auf ein Comeback zunichte, auch wenn nach dem 22:25 (51.) kurz Hoffnung aufkam. Diese Hoffnung wurde spätestens mit dem Tor der HSG zum 29:23 (55.) gebrochen, sodass die Gäste in den Schlussminuten das Ergebnis sogar noch weiter in die Höhe schrauben bis zum Endstand von 25:33 aus Sicht des TuS . „Das Ergebnis ist zu hoch“, betont Vukas ob des Spielverlaufs.
Dabei sorgte auch die Leistung des Schiedsrichtergespanns Nicolas Koob und Florian Siedel von der HSG Mutterstadt/Ruchheim für Unmut beim TuS Dansenberg. So blieb etwa ein Schlag ins Gesicht von TuS-Abwehrchef Marcel Fritz ungeahndet, obwohl dieser aus dem Mund blutete. „Die Schiedsrichter haben nicht gleichmäßig gepfiffen, Kastellaun/Simmern hat dadurch immer wieder einen Vorteil bekommen, das finde ich nicht fair“, kritisiert auch Ivan Vukas, betont aber: „Wir haben nicht wegen der Schiedsrichter verloren, sondern wegen unserer eigenen schlechten Leistung. Dennoch gab es von Seiten der Schiris einen Push für die andere Mannschaft.“
Nun auf Platz elf
Durch die Niederlage rutschte der TuS auf den elften Tabellenplatz ab. Der Tabellenzwölfte St. Ingbert-Hassel kann die Dansenberger bei acht Punkten Rückstand mit einem Spiel weniger zwar nur noch theoretisch überholen, sollte es aber drei Absteiger aus der Dritten Liga geben, stünde der TuS aktuell auf dem ersten Abstiegsplatz.