Kaiserslautern Headsinfarkt holt den Pott zurück

Machte im Finale mit seinem Gegner kurzen Prozess: Cornelius Döll alias Headsinfarkt besiegte Alexander Stahl alias Olaf der Wik
Machte im Finale mit seinem Gegner kurzen Prozess: Cornelius Döll alias Headsinfarkt besiegte Alexander Stahl alias Olaf der Wikinger auf dem Gelände der Verkehrsbetriebe mit 11:6 und 11:8.

Headis wurde zwar in Kaiserslautern erfunden, doch bei der 13. Weltmeisterschaft in der Geburtsstadt der Sportart gingen beide Titel nach Köln. Bei den Männern holte sich der nun viermalige Weltmeister Cornelius Döll (alias Headsinfarkt) seinen Pokal zurück. Jana Stein (Janna Kournikova), ebenfalls aus der Domstadt, gelang zum ersten Mal der Gewinn der Frauen-WM.

Mit über 200 Teilnehmern aus 13 Ländern stand die Headis-WM am Freitag in den Startlöchern (wir berichteten). Bei den Männern fehlte zwar der amtierende Weltmeister David Ullinger (alias Sebastian Headdel, Köln), dafür nahm der mehrmalige Weltmeister, amtierende Europameister und Weltranglistenerste Cornelius Döll (Headsinfarkt) von Beginn an seine Favoritenrolle an. Im Halbfinale fand er mit Alexander Bohn (Lauchgesicht, Göttingen) dennoch fast seinen Meister. Denkbar knapp und in einem spannenden Krimi sicherte er sich erst im dritten Satz den Einzug ins Finale (11:8, 9:11, 14:12). Dort traf er auf Überraschungsfinalist Alexander Stahl (Olaf der Wikinger, Mainz). Der setzte sich im zweiten Semifinal des Tages mit 12:6 und 12:10 gegen Marcus Reeg (Sniper Schorsch, Kaiserslautern) durch. Das Finale wurde dann allerdings zu einer klaren Angelegenheit. Gepusht von seinem knappen Sieg im Halbfinale, fegte Cornelius Döll seinen Kontrahenten mit 11:6 und 11:8 von der Platte. Ganz anders bei den Frauen. Dort drehte Jana Stein (Janna Kournikova) gegen Marie Liebkowsky (FuWaTe, Hannover) einen Satz-Rückstand noch in einen Drei-Satz-Sieg (8:11, 11:7, 11:8) und feierte so zum ersten Mal die Weltmeisterschaft. Dabei bewies sie nicht nur im Finale, sondern auch in ihrer Halbfinal-Begegnung gegen die amtierende Weltmeisterin Mágarita Mármol Fernandez (Klausi, Madrid/Kaiserslautern) Ausdauer und Nervenstärke. Hier sicherte sie sich zwar das erste Spiel, gab den zweiten Satz jedoch an ihre Gegnerin ab. Im engen dritten Spiel gelang ihr dann der verdiente Einzug ins Finale (11:7, 7:11, 11:9). Im zweiten Halbfinale machte die spätere Vizeweltmeisterin Marie Liebkowsky kurzen Prozess. Mit 11:8 und 11:8 bezwang sie Elisabeth Jäschke (The big bad Head, Köln). Diese musste sich auch im Spiel um Platz drei geschlagen gegeben, allerdings deutlich knapper als im Semifinale zuvor. In drei Sätzen unterlag sie Mágarita Mármol Fernandez (11:9, 7:11, 7:11). Bei der Jugend-Weltmeisterschaft kämpften bei den Jungs zwei Kaiserslauterer Eigengewächse um den obersten Platz des Siegertreppchens. In einem packenden Duell behielt Pascal Scholl (The Comeheader, Kaiserslautern) mit 8:11, 11:9, 11:8 die Oberhand über seinen Kontrahenten Aron Schady (Headi Hoeneß, Kaiserslautern). Bei den Mädels darf sich die Tschechin Veronika Vavrova (Head-ache) nun ein Jahr lang Headis-Weltmeisterin nennen. Sie siegte deutlich mit 11:5 und 11:9 gegen Julia Hegeler (The Sister). Doch neben den ganzen Duellen an der Platte gab es mal wieder viele Specials und besondere Preise zu feiern. So erhielten die Weltmeister jeweils ihre eigene Tischtennisplatte der Firma Sponeta (inklusive Lieferung vor die Haustür), der Barbershop „Rocketman“ bot Haarschnitte und Bartrasur an, Kangaroos versorgte die Athleten mit 20 Paar Schuhen. Der neue Hit der Sportszene, Hesherball, durfte ausprobiert werden, und auch die Kreissparkasse Kaiserslautern und der Skateshop Fiveforty unterstützten das Headis-Team. Und dann war da noch die legendäre After-Show-Party für das ganz besondere Community-Building: DJ NasAIR und das Headis DJ-Team heizten im Benderhof in Kaiserslautern ordentlich ein.

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