Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Havaneser-Hündin büxt in Erlenbach aus: Nach drei Monaten wieder Zuhause

Hat eine kleine Odyssee hinter sich: Olissa war seit März verschwunden, jetzt ist sie wieder bei ihrer Besitzerin.  Foto: Animal
Hat eine kleine Odyssee hinter sich: Olissa war seit März verschwunden, jetzt ist sie wieder bei ihrer Besitzerin.

Olissa ist weg! Es war der 29. März als die Hündin bei einem Spaziergang in Erlenbach einfach davon lief und danach drei Monate lang auf Wanderschaft war. Die Besitzerin meldete sich beim Tierschutzverein Kindsbach, vier Helfer suchten immer wieder die Stadt ab. Seit vergangener Woche ist Olissa wieder in der Nähe von Erlenbach zu Hause.

Natascha Hoffmann vom Tierschutzverein ist einfach froh, dass die neun Jahre alte Havaneser-Hündin nach fast drei Monaten doch noch gefunden wurde. Es sei „ein kleines Wunder“. Nachdem der Verein über die entlaufene Hündin informiert wurde, verteilten die Mitglieder Flyer in der näheren Umgebung. „Wir sind dann auf die erste Meldung angewiesen, wo sie gesichtet wurde“, erklärt Hoffmann das Vorgehen. Die Animal Sunshine Farm Kindsbach hat fast täglich mit entlaufenen Tieren zu tun. Seit Januar seien 140 Hunde, 70 Katzen und fünf weitere Tiere gesichert worden. „Wir hatten gerade erst eine Ringelnatter, die wir einfangen mussten, eine Katze in Otterberg und einen Hund, der in Olsbrücken entlaufen war“, erzählt Hoffmann von aktuellen Einsätzen.

Tagelang keine Spur von Olissa

Olissa sei dabei ein etwas schwierigerer Fall gewesen. „Sie war einfach sehr schlau, wir hatten wochenlang gar keine Sichtung.“ Die Hünden, fast ohne Zähne und dadurch schiefem Mund, erwies sich jedoch als richtig pfiffiges Kerlchen und „kleine Kämpferin“. Ein erstes Mal tauchte sie dann aber in der Umgebung der Eselsfürth auf, „war bei unserem Eintreffen aber immer schon verschwunden“. Die Warterei und Ungewissheit auf seiten der Besitzerin gingen weiter. Mehrere Tage vergingen ohne eine Spur des Tiers. „Dann, am 9. April die Meldung. Olissa wurde an der Zak in Kaiserslautern gesichtet“, erzählt Hoffmann.

„Die Hoffnung fast aufgegeben“

Der Tierschutzverein Kindsbach richtete eine Futterstelle ein, um sie in die Lebendfalle zu locken. Doch Olissa habe offenbar andere Pläne gehabt, wollte wohl noch ein wenig die Welt erkunden, verschmähte die Falle. Wenig später sei sie dann noch einmal auf der Eselsfürth gesichtet worden, ab 12. April dann endgültig nicht mehr.

„Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben“, berichtet Hoffmann. Doch dann erreichte sie doch noch ein Lebenszeichen – am 25. Juni wurde Olissa erneut an der ZAK gesehen. „Die Bauarbeiter, welche dort zu Gange waren, hatten sie angefüttert und informierten uns auch sogleich.“ Und dieses Mal fasste Olissa Vertrauen und ging in die Lebenfalle hinein.

„Seit vergangenen Donnerstag ist sie wieder bei ihrer Besitzerin und sie sind beide wohlauf. Olissa hat sich durchgeschlagen, offensichtlich auch genug Futter gefunden. Das war auf der ZAK gar nicht ungefährlich, bei den ganzen Fahrzeugen und Maschinen“, sagt Hoffmann. Die Hündin habe von ihrem Ausflug nur ein paar kleine Kratzer davongetragen und ein verfilztes Fell.

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