Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Für den TuS Dansenberg geht es gegen Haßloch um mehr als nur zwei Punkte

Rückblick aufs Heimspiel gegen Haßloch vor einem Jahr: Tim Freitag von der TSG versucht, Theo vom TuS Dansenberg aufzuhalten.
Rückblick aufs Heimspiel gegen Haßloch vor einem Jahr: Tim Freitag von der TSG versucht, Theo vom TuS Dansenberg aufzuhalten. Foto: VIEW

Das Ziel, nach dem Aufstieg in die Dritte Handball-Bundesliga so schnell wie möglich die zweite Kraft in Rheinland-Pfalz hinter den Eulen Ludwigshafen zu werden, hat der TuS Dansenberg mit Rang fünf in der vergangenen Saison erreicht. Dass in einem Spiel alles passieren kann, weiß die Mannschaft von Trainer Steffen Ecker, für die es im Pfalz-Derby bei der TSG Haßloch am Samstag (19.30 Uhr) traditionell um mehr als nur zwei Punkte geht.

Haßloch, das die vergangene Runde auf Rang zehn beschloss, konnte aus den ersten zehn Spielen drei Siege und ein Unentschieden holen. Der Vorsprung auf die bei Rang 16 beginnende Abstiegszone beträgt nur einen Punkt. Der Druck des Gewinnenmüssens liegt also bei den Gastgebern.

Dass sie an guten Tagen jeden Gegner vor Probleme stellen können, steht außer Frage. Das nötige Spielglück ging der TSG bei ihrem jüngsten Auftritt ab. Im Auswärtsspiel beim erschreckend schwach in die Runde gestarteten HC Erlangen II zog die vom Verletzungspech gebeutelte Mannschaft von Trainer Tobias Job mit 28:29 den Kürzeren. Zwei vergebene Siebenmeter sollten sich am Ende rächen. Durch die unerwartete Niederlage beim Tabellenletzten versäumte es die TSG, einen direkten Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt noch tiefer in die Krise zu stürzen. Das war ihr beim 22:13-Erfolg in Blaustein zwei Wochen zuvor noch eindrucksvoll gelungen. Und das, obwohl auch dort mit Kevin Seelos, Oliver Zeller und Florian Kern drei wichtige Spieler fehlten. Gegen Erlangen kehrte Seelos nach seinem Bänderriss ins Team zurück, dafür fiel unter anderem Dominic Hartstern aus.

Starke Leistung ohne Loic Laurent

Von größeren Verletzungssorgen wurden die Dansenberger bislang verschont. Für Unruhe sorgte dafür die Personalie Loic Laurent. Im ersten Spiel nach der Trennung von ihrem hochveranlagten, aber auch divenhaften Spielmacher, zeigten die Schwarz-Weißen eine starke Leistung und fuhren gegen den HC Oppenweiler-Backnang einen Start-Ziel-Sieg ein. Nachdem vor der Pause vor allem die Rückraumspieler für die Tore zuständig waren, trumpften nach dem Seitenwechsel auch die Flügelspieler auf. Linksaußen Alexander Schulze und Rechtsaußen Steffen Kiefer brachten es im zweiten Durchgang gemeinsam auf sieben Tore.

Ein wichtiger Faktor war auch der Mann mit der Pferdelunge, Theo Megalooikonomou. Der 35-Jährige ackerte wie verrückt und bestach durch seinen unbändigen Siegeswillen. Symptomatisch für seinen beherzten Auftritt war die Szene, als er einen Siebenmeter verwarf, sich dann aber gedankenschnell den Abpraller schnappte und eiskalt vollstreckte. Mit einem sehenswerten Heber zeigte der Grieche zudem, dass er auch Feinkost kann. Am Ende standen vier Treffer für ihn zu Buche.

Erinnerung an Niederlage ist noch frisch

„Wir haben letztes Jahr in Haßloch verloren. Von daher ist die Motivation sehr, sehr groß, es diesmal besser zu machen“, betont Trainer Steffen Ecker. Die Erinnerungen an die 26:31-Niederlage im bislang letzten Pfalz-Derby sind demnach noch frisch, auch wenn beim TuS damals noch ein anderer Trainer die Verantwortung trug.

So spielen sie

TuS Dansenberg: Klier/S. Egelhof/Huber (?) (Tor), Claussen, Schulze, R. Egelhof, Kiefer, Megalooikonomou, Serwinski, Bösing, Seitz, Jankovic, Munzinger, Wilbrandt, Wetz.

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