Kaiserslautern
Handball: Dansenberg will Titel-Traum in der Dritten Liga am Leben halten
Dass der TuS Dansenberg das Team der Stunde in der Dritten Handball-Bundesliga Süd ist, muss er am Samstag (20 Uhr/Layenberger Sporthalle) gegen die Rhein-Neckar Löwen II unter Beweis stellen. Die Mannschaft von Trainer Steffen Ecker strebt den sechsten Sieg in Folge an.
Obwohl die Schwarz-Weißen einen großartigen Lauf hatten, kam Trainer Steffen Ecker das spielfreie Wochenende nach dem Auswärtssieg beim TV Plochingen nicht ungelegen. Neben der Vorbereitung auf die letzten drei Spiele bis zur Winterpause stand auch Regeneration auf dem Programm. Zwar sind die Dansenberger ohne größere Verletzungssorgen durch die erste Saisonhälfte gekommen, das kräftezehrende Spiel der Schwarz-Weißen ging aber an keinem Spieler spurlos vorüber.
Serwinski wieder im Team
Fabian Serwinski, den eine rätselhafte Krankheit mehrere Wochen außer Gefecht setzte, stand einen Tag nach dem Last-Minute-Sieg in Plochingen schon wieder auf der Platte und steuerte sieben Tore zum 31:18-Erfolg der zweiten Mannschaft im Oberliga-Heimspiel gegen den HC Dillingen/Diefflen bei. Der 20-jährige Rechtsaußen präsentierte sich in sehr guter Form und war eine echte Bereicherung für die Mannschaft von Trainer Sebastian Wächter. Nicht ganz so erfreulich verlief die Partie für Bastian Wilbrandt. Der 19-jährige Nachwuchsspieler, der bereits mehrfach im Drittligakader stand, zog sich eine Verletzung am vorderen Kreuzband zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus.
Das nötige Spielglück, das den Schwarz-Weißen zu Saisonbeginn oft abging, ist nach Dansenberg zurückgekehrt. Zumindest legen das die jüngsten Ergebnisse nahe. „Natürlich hätten wir in Plochingen eigentlich klarer gewinnen müssen“, weiß Dansenbergs Teammanager Alexander Schmitt, dessen Mannschaft dank eines sehr späten Treffers von Torjäger Jan Claussen gerade noch mit einem blauen Auge davonkam. „Jan hatte in diesem Spiel einige Fehlwürfe. Das zeichnet einen Spieler wie ihn aus, dass er den entscheidenden Wurf dann trotzdem nimmt und auch trifft“, betont TuS-Coach Ecker, dessen Team es eine Woche zuvor beim 23:22-Erfolg gegen die TGS Pforzheim bereits unnötig spannend gemacht hatte.
Herzstück fehlt dem TuS
„Wir gewinnen viele Spiele knapp. Wenn wir vorne so konstant wären wie hinten, wären wir wahrscheinlich Tabellenführer. Im Angriff können und müssen wir uns noch steigern, auch wenn wir ohne etatmäßigen Mittelmann spielen“, gibt Schmitt zu bedenken. Seit der Demission von Spielmacher Loic Laurent fehlt den Westpfälzern das Herzstück. Die Lücke am Regiepult wurde bislang durch ein geschlossenes Auftreten der Mannschaft geschlossen. Der ursprüngliche Plan, in der Winterpause noch einmal auf dem Transfermarkt zuzuschlagen, wurde ad acta gelegt. Die Gefahr, die funktionierende Teamhierarchie aus der Balance zu bringen, erscheint den Verantwortlichen zu groß. „Dass unsere Mannschaft Qualität hat, steht außer Frage. Wir stellen nicht ohne Grund die beste Abwehr der Liga. Wir sind auch in der Lage mit Rückständen umzugehen, weil der Teamspirit stimmt“, stellt der Teammanager klar.
Treffsicheres Löwen-Talent Ahouansou
Die Bundesliga-Reserve der Rhein-Neckar Löwen gilt als technisch beschlagen. Dass die jüngste Mannschaft der Liga jeden Gegner vor Probleme stellen kann, hat sie mehrfach gezeigt. Im 18 Jahre jungen Philipp Ahouansou (70 Tore) verfügen die „Junglöwen“ über einen der aktuell zehn besten Torjäger. „Wir trauen Philipp zu, in den kommenden Jahren den Sprung in den Bundesligakader zu schaffen. Zunächst sollte sein Fokus aber auf seinem Fachabitur und auf unserer zweiten Mannschaft liegen, wo er sich mit starken Leistungen für mehr empfehlen kann“, sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann im Anschluss an die Unterzeichnung eines Fünfjahresvertrages im Mai 2019.
Mit einem Sieg könnte der TuS Dansenberg seinen direkten Konkurrenten im Kampf um einen Platz unter den Top fünf auf sechs Punkte distanzieren und weiterhin von der Meisterschaft träumen.
So spielen sie
TuS Dansenberg: Klier/Huber (Tor) - Schulze, Egelhof, Bösing, Serwinski, Claussen, Kiefer, Seitz, Jankovic, Megalooikonomou, Munzinger.