Kaiserslautern Hand angelegt an den Barfußpfad

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Die junge Handballabteilung der Kaiserslauterer Jugend-Spiel-Gemeinschaft (JSG) um Betreuerin Julia Gaa machte es sich am Samstag zur Aufgabe, den Barfußpfad am Vogelwoog im Erzhütter Wald zu erneuern. Mit tatkräftiger Unterstützung des Forstamts Kaiserslautern griffen Kinder, Jugendliche und Eltern zu Schaufel und Spaten.

Der Barfußpfad ist Teil des knapp 3,4 Kilometer umfassenden Walderlebnispfads „Fuchsfährte“, den die Neue Arbeit Westpfalz (NAW) vor 14 Jahren im Erzhütter Wald erbaut hat. Der zweistündige Rundgang mit unterschiedlichen Stationen war bisher beliebtes Ausflugsziel für Familien, Kindergärten und Schulklassen. Mit den Jahren wurde der Pfad jedoch immer seltener genutzt und verwilderte. Julia Gaa, Trainerin der Handballmannschaft der JSG, entwickelte im vergangenen Jahr die Idee, „im Wald etwas zu machen“ und den Pfad zu renovieren. Der Vorschlag stieß bei den jungen Mitgliedern der Handballmannschaft auf großen Zuspruch: „Alle haben begeistert ,Ja’ geschrien“. Damit wandte sich Julia Gaa an Klaus Platz, Revierförster des Forstamts Kaiserslauterern. Dieser sah darin eine Möglichkeit, attraktive Ziele im stadtnahen Wald zu schaffen und mehr Aufmerksamkeit auf die Natur zu lenken. „Die Natur kommt meiner Meinung nach etwas zu kurz, hat aber einen unglaublichen Wert. Als Forstamt bemühen wir uns, dass der Wald oder die Natur allgemein früh Freunde gewinnt. Man muss die Kinder darauf hinweisen, dass es diesen Schatz vor unserer Haustür gibt und das Interesse wecken.“ In Kooperation mit dem Forstamt ist auch die NAW an den Renovierungsarbeiten beteiligt. So hat man hier in den letzten Wochen die Vorarbeit geleistet, die für die Jugendlichen zu schwer und gefährlich gewesen wäre, wie den Bau von neuen Holzbrücken. Zusätzliche Materialien wie Sand und Kies wurden vom Bau- und Hobbycenter Hubing in Otterberg gespendet. Die Arbeit der jungen Helfer bestand anschließend darin, die Bodenbeläge der Stationen zu ersetzen. Dafür hat die 12-jährige Jana Eisel fleißig im Wald Zweige abgeschnitten und Zapfen gesammelt. „Es ist schön, mal etwas für die Gemeinschaft zu machen“, so die Schülerin. Auch der 13-jährige Alex Hoffmann musste für das gemeinsame Vorhaben nicht lange überredet werden. „Es macht Spaß, mit der Mannschaft sowas zu machen und ich finde, es lohnt sich auch.“ Alex′ Mutter, Ute Hoffmann, ist von dem Engagement der Kinder begeistert: „Ich finde, Natur ist wichtig und es macht mich sehr stolz, dass Kinder überhaupt bereit sind, für so eine Sache körperlich zu arbeiten.“ (kkv)

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