Kaiserslautern Hahngate: Wort des Jahres im Land

„Hahngate“ ist das rheinland-pfälzische Wort des Jahres. Eine Jury aus Sprachwissenschaftlern und Medienvertretern (unter anderen von der RHEINPFALZ) hat es erstmals ausgewählt. Basis waren rund 50 Vorschläge, eingereicht nach einem Aufruf in Zeitungen und dem Rundfunk des Landes. Der Begriff Hahngate beschreibe den komplexen Prozess rund um den fehlgeschlagenen Verkauf des Flughafens Hahn, der die politische und mediale Agenda in Rheinland-Pfalz maßgeblich bestimmt habe, heißt es in der Jury-Begründung. Zudem stehe Hahngate für den dynamischen Sprachgebrauch. Als weitere Wörter des Jahres wurden Schlammschlacht und Mittelrheinbrücke gekürt. Schlammschlacht charakterisiere wortwörtlich und in einem übertragenen Sinn die Ereignisse des Freiluft-Festivals „Rock am Ring“. Es wurde von einem heftigen Unwetter heimgesucht. Und nachher stritten Veranstalter und die austragenden Gemeinde über die Verantwortung für die Unwetter-Opfer. Schließlich sei die Frage, ob die Mittelrheinbrücke gebaut wird, oder nicht, ein zentrales Wahlkampfthema gewesen. Der Begriff beschreibe ein politisches Langzeitprojekt und spiegele das Verhältnis zwischen Land und Kommunen. Initiiert haben den Wettbewerb um die rheinland-pfälzischen Wörter des Jahres der Medienlinguist Sascha Michel (Uni Basel) und der Sprachwissenschaftler Hajo Diekmannshenke (Uni Koblenz-Landau). Infos im Netz: rlp-wdj.de |mac