Kaiserslautern
Guter Reitsport beim Pfingstturnier des RFV Miesau
Das 66. Pfingstturnier des RFV Miesau war wieder eine Werbung für den Reitsport. An den drei Turniertagen bot sich dem Nachwuchs ebenso wie den erfahrenen Reitern die Gelegenheit, ihr Können in Spring- und Dressurprüfungen zu demonstrieren. Ein Höhepunkt war dabei das Fackelspringen.
Der saarländische Parcoursbauer Michael Bommer hat auf einer Länge von 355 Metern acht Hindernisse mit neun Sprüngen aufgebaut, die mit Fackeln beleuchtet waren. 14 Starter verzeichnete das Springen, in dem vier fehlerfreie Ritte beklatscht wurden. Es siegte mit einem Vorsprung von 3,53 Sekunden Caroline Großgloß vom RFV Brücken, die ihren zehnjährigen Zweibrücker Wallach Little Easy sicher durch den beleuchteten Stangenwald dirigierte und sich riesig über den Erfolg freute.
Steffen Schmalenberger Dritter
22 Reiterpaare gingen in der Punktespringprüfung der Klasse M an den Start, die bis zum letzten Ritt spannend blieb. Die zehn Hindernisse auf der 390 Meter langen Bahn stellten schon eine gewisse Anforderung an die Teilnehmer. Schon frühzeitig setzte Delia Albrecht vom Zellertal-Donnersberger RFV mit dem 15-jährigen Zweibrücker Wallach Prince Walid mit 54,39 Sekunden das Maß für die Konkurrenz. Diese Marke hatte lange Bestand, bis in die Schlussphase. Die wurde dann aber von Karsten Schäfer vom RSV Käshofen mit der zehnjährigen Holsteiner Stute Lilli um sieben Hundertstelsekunden unterboten. Im letzten Umlauf sicherte sich der Trippstadter Steffen Schmalenberger von der RSG Barbarossa Kaiserslautern mit dem Zweibrücker Fuchswallach Nicaro bei einem Rückstand von 98 Hundertstelsekunden Rang drei.
40 Jahre beträgt das Mindestalter, das zur Teilnahme am Seniorencup Pfalz-Rheinhessen-Saar berechtigt. Elf Reiterpaare waren in Miesau am Start, um sich in einer Springprüfung der Klasse A mit zwei Sternen zu messen, die im Stechen entschieden wurde. Drei Reitpaare blieben in der Qualifikationsrunde über neun Hindernisse mit zehn Sprüngen fehlerfrei. Letztlich siegte Katharina Rudolph aus Bad Dürkheim im Sattel des 16-jährigen Zweibrücker Fuchswallachs Entic Orange. Der Vorsprung der Amazone vom RFV Weisenheim am Sand betrug nach sechs Hindernissen mit sieben Sprüngen 4,25 Sekunden. Platz zwei ging an Dirk Pieper vom RFV Bundenbacher Höhe mit dem zehnjährigen Hannoveraner Wallach Fleetwood Mac. Ein Abwurf bescherte Edmund Krauß vom PZRRV Heddesheim mit dem elfjährigen Holsteiner Schimmelwallach Moritz den dritten Platz. Wie man nach einem Abwurf im ersten Umlauf noch ins Geld reitet, zeigte Ralf Bormuth von der RG Burghof Biblis. Mit der sechsjährigen Zweibrücker Stute Queen Barbara setzte er all seine Fähigkeiten ein und ritt die schnellste Zeit aller Reitpaare mit einem Abwurf.
Platz drei für Lokalmatadorin
Einen Doppelsieg gab es in der zweiten Abteilung der Dressurprüfung der Klasse M durch Kerstin Müller vom RSC Walshausen mit der elfjährigen Zweibrücker Stute Florentiana und Chantal Reichling vom RSV Völklingen mit dem 13-jährigen Hannoveraner Hengst His Destiny, die auf 68,258 Prozent der Punkte kamen. Nur unwesentlich dahinter holte sich Sandra Schilling vom RFV Lautertal Katzweiler mit dem 17-jährigen Zweibrücker Fuchshengst Dancer Platz drei. Ebenso spannend war die erste Abteilung, die Nina Aline Kiefaber von der CJD-Sportgemeinschaft Wolfstein mit dem 16-jährigen Zweibrücker Wallach für sich entscheiden konnte. Aus Sicht des Veranstalters erfreulich der dritte Platz von Elisabeth Bus, die mit der neunjährigen Bayernstute Leandra in der Dressurprüfung der Klasse A erfolgreich war. „Dieser Platz liegt deutlich über meinen Erwartungen“, verriet die Damen aus Wahnwegen nach der Siegerehrung.
Ebenfalls ein besonderer Leckerbissen ist der Dressurkürwettbewerb für Barockpferde. Hier siegte Solveig Mittelhäußer-Brown vom RFV Miesau mit dem 19-jährigen Schimmelwallach Limonero vor einem begeisterten Publikum. Die nächsten Plätze gingen an Astrid von Rauchhaupt vom RFV Waldmohr mit dem 15-jährigen Haflinger Fuchswallach Nico Demos und Muriel Gessner vom PV Schönborn mit dem Wallach Epona Tamira. Etliche Platzierungen gelangen auch Lena Sophie Schneider. Mit dem Wallach Bella Donner kam sie im Springreiter-Wettbewerb auf Rang zwei und im Dressur-Wettbewerb auf Rang sechs und mit dem 19-jährigen Bayernhengst Hollywood holte sie sich in Reiterwettbewerb den fünften Platz.
Dressursieg für Sandra Schilling
Ein gutes Wochenende erwischte auch Sandra Schilling vom RFV Lautertal Katzweiler, die mit der achtjährigen Zweibrücker Stute Safira die Dressurprüfung der Klasse L mit der Wertnote 8,2 gewann. Mit Safira und mit dem 17-jährigen Zweibrücker Fuchshengst Dancer gab es für sie noch zwei Platzierungen in der Dressurprüfung der Klasse M. Die gewann die 31-jährige Bianca Weyrich vom RV Birkenhof Ostertal. Dabei ritt die Reiterin aus Sankt Wendel den achtjährigen Trakehner Wallach Federleicht. Gegen Ende des Turniers trumpfte Jennifer Bender aus Käshofen so richtig auf. Die Amazone vom RSC Gestüt Etzenbacher Mühle gewann mit der zehnjährigen württembergischen Schimmelstute Baloussina du Ciel die Springprüfung der Klasse L bei einem Vorsprung von drei Hundertstelsekunden auf Ingo Linn vom RV Bliesberger Hof mit Don Pedro und holte sich zudem mit Alouette den Sieg in der Springprüfung der Klasse M ohne das ausgeschriebene Stechen. Denn die Amazone blieb als einzige Starterin in der Qualifikation über zehn Hindernisse mit zwölf Sprüngen fehlerfrei.