Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Grundschulen starten in den Wechselunterricht: Freude bei Schülern und Lehrern

Montagmorgen: Erster Schultag im Wechselunterricht in der Klasse 1a der Grundschule Erfenbach mit Lehrerin Margit Vaupel.
Montagmorgen: Erster Schultag im Wechselunterricht in der Klasse 1a der Grundschule Erfenbach mit Lehrerin Margit Vaupel.

Nach Wochen des Fernunterrichts hat auch an den Kaiserslauterer Grundschulen am Montag der Wechselunterricht wieder begonnen. Schüler, Eltern und Lehrer haben die Öffnung der Grundschulen begrüßt. In der Umsetzung des Unterrichts haben die Schulen unterschiedliche Prioritäten gesetzt.

„Kinder und Lehrer sind froh, dass der Unterricht wieder ein Stück weit normal verlaufen kann“, freut sich Ute Stemler, Schulleiterin der Grundschule in Erfenbach. An der Grundschule mit 200 Schülern wurden die drei ersten Klassen am Montag vollständig zum Unterricht eingeladen. In sechs Gruppen werden die Schüler eine Woche lang beschult. „Die Kinder sollen sich wieder in der Schule zu Hause fühlen und dazu ein Ganzheitserlebnis verspüren“, erläutert die Schulleiterin.

Nach der ersten Woche werden die Klassen wie die übrigen Stufen auch hälftig im Präsenz- und im Fernunterricht beschult. Schüler, die zu Hause arbeiten, werden – wenn möglich – über das Internet, ansonsten mittels Arbeitsaufträgen versorgt. „Die Stimmung ist gut. Wir sind alle froh, dass unsere Schüler wieder zum Unterricht kommen können“, sagt Ute Stemler. Zahlreiche Eltern hätten ihre Kinder am Montag zum Unterricht gebracht, vor dem Schulhof gestanden und mit frohen Gesichtern gewartet, bis ihre Kinder das Schulhaus betraten.

Auch wenn das Kollegium mehrheitlich froh sei, dass ein Unterricht im Wechsel wieder stattfinden könne, gebe es Bedenken, dass das Infektionsgeschehen bei der Vielzahl der Kinder trotz Sicherheitsvorkehrungen wieder zunehmen könne. Eine Notbetreuung für Kinder berufstätiger Eltern wird an der Grundschule in Erfenbach weitergeführt werden.

Eine Impfung der Lehrkräfte begrüße das Kollegium, weiß Ute Stemler zu berichten: „Wir würden uns sicherer fühlen.“ Großen Wert legt die Schulleiterin auf das Lüften der Klassenzimmer und auf Aufenthalte der Schüler im Freien. Auch wenn der Sportunterricht entfalle, sei für Bewegung gesorgt. Mit den Schülern sei man schnell im Wald.

Aufwendige Vorbereitung auf den Wechselunterricht

An der Kottenschule hat für 260 Grundschüler am Montag der Unterricht im täglichen Wechsel begonnen. „Wir haben den Unterricht gut geplant und ein Konzept erarbeitet, das super funktioniert“, sagt Schulleiterin Susanne Braun erfreut. Als Ganztages- und Schwerpunktschule unterhält die Kottenschule weiterhin Notgruppen. Sie und ihre Stellvertreterin seien täglich in der Schule gewesen, den nach dem Lockdown wieder beginnenden Wechselunterricht zu organisieren, spricht sie von einer anstrengenden Zeit. Der Fernunterricht sei mit Systemen wie Big Blue Button und Sdui zum Großteil möglich gewesen. Dennoch hätten Schüler mit Arbeitspäckchen versorgt werden müssen, berichtet Susanne Braun.

Noch könne von einer Impfung des Kollegiums nicht die Rede sein. Auch sei offen, in welchem Maß Geimpfte nach Kontakt mit dem Erreger weitere Personen anstecken können, gibt sie zu bedenken. Mit Skepsis würden Kollegen einem ganz bestimmten Impfstoff gegenüberstehen, betont die Schulleiterin – ohne den Namen zu nennen.

Beim Wiedersehen ist die Freude groß

Tageweise im Wechsel werden die 250 Schüler in zwölf Klassen an der Röhmschule beschult. „Wir sind guter Dinge. Lehrer und Schüler haben sich unheimlich gefreut, sich nach sieben Wochen wiederzusehen“, berichtet Konrektorin Nathalie Strauß. Die Freude hat sie auch aufseiten der Eltern wahrgenommen. Als Schwerpunktschule mit Integrationsbedarf seien alle Lehrer der Röhmschule in den vergangenen Wochen in der Schule eingesetzt gewesen.

Nicht alle Eltern, aber auch die Schule sei nicht in der Lage, die Schüler für einen funktionierenden Fernunterricht mit den notwendigen Endgeräten auszustatten, bedauert Strauß. „Kindern die weniger gut mit Medien ausgestattet sind, haben wir Arbeitspäckchen nach Hause gebracht“, berichtet Nathalie Strauß. Mangels Endgeräten bei vielen Schülern hätten die Kollegen Päckchen mit Arbeitsmaterialien gepackt und diese an die Empfänger weitergeleitet.

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