Kaiserslautern Grundschul-Eltern besorgt

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Die Eltern der Grundschule Erlenbach sind besorgt: Nach aktuellen Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr würden an der kleinen Stadtteil-Schule zwei große Kombi-Klassen mit 22 beziehungsweise 23 Schülern entstehen.

Das ist ganz knapp, denn ab einer Klassenstärke von 24 Kindern wird geteilt. Nach aktuellem Stand wären es in Erlenbach im kommenden Schuljahr 13 Erstklässler, neun Zweitklässler, fünf Drittklässler und 18 Viertklässler. Es fehlen also entweder ein Viertklässler oder zwei Erstklässler – denn dann könnte die aktuelle Kombi-Klasse aus erster und zweiter Klasse bestehen bleiben und eine neue erste käme hinzu. Elternsprecher Christian Beer betont, dass die Eltern nicht grundsätzlich gegen Kombi-Klassen sind. Die aktuelle Kombi-Klasse mit 13 Kindern funktioniere gut, aber eben auch deshalb, weil sie so klein ist. Diese im Klassenverband zu erhalten, sei außerdem wünschenswert. Beer sieht noch weitere Nachteile, sollte der Fall zweier Kombi-Klassen eintreten. „Bei zwei Lehrern, was passiert da im Krankheitsfall?“, fragt er. Außerdem befürchtet er, dass es jetzt schon zu Abmeldungen kommt, spätestens aber in Zukunft die Anmeldezahlen an der Schule zurückgehen, weil Eltern große Kombi-Klassen vermeiden wollen. Das könnte das baldige Aus der Grundschule in Erlenbach bedeuten. Doch die engagierten Eltern schätzten ihre kleine Einrichtung, den Einsatz der Lehrer, die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten, die Nachmittagsbetreuung. Manche Eltern brächten sogar ihre Kinder aus der Stadt, berichtet Mutter Ilka Pfeiffer. „Sie schätzen das Ländlich-individuelle, dass sie hier viel in den Wald gehen“, sagt sie. Im Gegensatz gebe es auch pro Jahrgang einige Kinder aus dem Dorf, die in der Stadt in die Schule gingen, erklärt Schulleiterin Susanne Braun, die auch Klassenlehrerin der aktuellen Kombi-Klasse ist und diese in ihrer Klassenstruktur und Größe als positiv bewertet. Die Abgänge, erklärt sie, hingen mit Hort-Angeboten und der damit verbundenen Betreuung in den Ferien zusammen, die sie nicht bieten könnten. Bereits bei der Anmeldung der Erstklässler für das Schuljahr 2014/2015 hätten die Eltern der zukünftigen Erstklässler gefragt, ob es eine Kombi-Klasse geben werde. Damals habe es nicht danach ausgesehen, nun allerdings schon, so die Schulleiterin. (dbö)

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