Lesertelefon RHEINPFALZ Plus Artikel „Gräber für die Ewigkeit“ auf dem Hauptfriedhof?

Eine zeitlich nicht begrenzte Nutzungsdauer für Gräber in Kaiserslautern – im Bild die Aussegnungshalle des Hauptfriedhofs – wün
Eine zeitlich nicht begrenzte Nutzungsdauer für Gräber in Kaiserslautern – im Bild die Aussegnungshalle des Hauptfriedhofs – wünscht sich ein Leser.

Zeitlich unbegrenzte Nutzung von Gräbern auf dem Hauptfriedhof: Der von Albert Reinhard am Lesertelefon formulierte Wunsch, weil er ein Familiengrab mit Wurzeln im 18. Jahrhundert betreut. Außerdem wollten zwei Leser noch etwas zur RHEINPFALZ und deren Inhalte wissen.

Einen interessanten Sachverhalt schilderte Albert Reinhard am Lesertelefon. Seine Familie ist im Besitz eines recht alten Familiengrabes auf dem Hauptfriedhof in Kaiserslautern. Dort werden seit dem 18. Jahrhundert Familienmitglieder bestattet, berichtete Reinhard. Unlängst habe er die Laufzeit der Grabstätte nochmals um 50 Jahre verlängern lassen, von 2034 bis ins Jahr 2084. Das Familiengrab habe er, wie er berichtet, somit bereits zweimal gekauft. „Das Grab ist schon sehr lange in Familienbesitz, es ist eine Familientradition“, sagt Reinhard. Unlängst habe er erfahren, dass es Städte in Deutschland gibt, er nennt als Beispiel Karlsruhe, die sogar anböten, ein Grab mit unbegrenzter Nutzungsspanne zu kaufen. So eine Regelung wünsche er sich auch für Kaiserslautern, gerne aber auch für andere Kommunen. „Eine deutschlandweite Regelung: Gräber für die Ewigkeit. Das wäre doch was“, findet Reinhard.

„In Kaiserslautern sind Nutzungsrechte für Gräber gemäß Friedhofsgebührensatzung zeitlich begrenzt“, teilt die Stadtverwaltung auf RHEINPFALZ-Anfrage in der Sache mit. Und: Die Nutzungsrechte seien „grundsätzlich verlängerbar“. Für sogenannte Ewigkeitsgräber, also Gräber mit unbegrenzter Nutzungsdauer, wie es sie auch laut Stadtverwaltung „etwa in Karlsruhe“ gebe, „existiert derzeit keine Rechtsgrundlage“. Für detaillierte Auskünfte rund ums Thema Friedhofsgebühren stehe die Friedhofsverwaltung der Stadt Kaiserslautern aber jederzeit zur Verfügung, heißt es aus dem Rathaus.

Wann laufen Sportsendungen im TV?

Dieter Bodenmeier ist ein großer Sportfan und ein treuer RHEINPFALZ-Leser. Seit „100 Jahren“ habe er die Zeitung abonniert, berichtete er augenzwinkernd am Lesertelefon. Allerdings vermisse er die täglichen Tipps im Sportteil, wann denn welche Sportart im Fernsehen zu sehen ist.

Die Sportredaktion kann das erklären: Bis zum Beginn der Pandemie im Frühjahr waren die Sport-TV-Tipps täglich im Blatt. Allerdings sei über die Rubrik öfter schon diskutiert worden. Als dann über viele Wochen kaum Sport stattfand, ergab sie einfach keinen Sinn mehr. Ursprünglich diskutierte die Sportredaktion aus einem anderen Grund: Mittlerweile ist dem klassischen Fernsehen durch die Streaming-Dienste im Internet eine Konkurrenz gewachsen. Im Sinne der Gleichbehandlung müsste daher alles angekündigt werden – was einfach zu viel wäre – und auch schwerlich komplett möglich ist, bei dem großen Angebot. „In zwei, drei Jahren dürfte dies sogar noch extremer werden, wenn immer mehr Sportarten, die im klassischen TV nicht mehr stattfinden, sich Nischen im Internet suchen“, vermutet unsere Sportredaktion.

Wo stecken die Rätselseiten?

Uli Wagner (per E-Mail) und Margit Lenhard (am Telefon) wollten wissen, warum nicht mehr jeden Tag, wie noch im Frühjahr, zu Zeiten des ersten Lockdowns, eine große Rätselseite in der RHEINPFALZ zu finden ist. „Das ist mir aufgefallen“, sagte Lenhard.

Ende März hatte die RHEINPFALZ angekündigt, in Zeiten der Pandemie täglich eine Rätselseite zu veröffentlichen, „wann immer es die Produktionsbedingungen erlauben“. An einigen Tagen funktioniert das allerdings nicht. Die Seitenanzahl einer RHEINPFALZ-Ausgabe ist immer durch vier teilbar. Das hängt mit drucktechnischen Vorgaben zusammen. Nun gibt es Tage, an denen die Rätselseite die 25. Seite ist, weil alle anderen Seiten von Redaktion und Anzeigen belegt sind. An solchen Tagen fällt dann die Rätselseite aus der Planung, um mit 24 Seiten drucken zu können. Mehr Seiten bedeuten nämlich nicht nur höhere Kosten, sondern auch mehr Personal. Da immer noch ein Teil unserer Drucker zu Hause bleibt, damit wir das Risiko ausschließen, dass alle Drucker auf einen Schlag ausfallen könnten, ist da nicht immer möglich.

Auch kann es passieren, dass eine ganzseitige Anzeige ganz kurzfristig gebucht wird oder eine Redaktion aufgrund aktueller Entwicklungen mehr Platz braucht. Dann nehmen wir die geplante Rätselseite auch kurzfristig wieder aus der Planung.

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