Kaiserslautern Gitter als Schutz vor Überflutung

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Das Hochwasserereignis in Erlenbach am 28. Mai 2016 stand am Donnerstagabend im Mittelpunkt der Sitzung des Ortsbeirates Erlenbach. Jörg Woll von der Stadtentwässerung und Bettina Dech-Pschorn, Leiterin des Referates Umwelt, informierten über die Auswirkungen des Unwetters und über öffentliche und private Maßnahmen, sich dagegen zu schützen.

Beide erinnerten an die Folgen des Starkregens, der nicht nur in Erlenbach, sondern auch in weiten Teilen der Stadt und in Außenbereichen Schäden angerichtet habe. Eine extreme Wettersituation sei es gewesen, die Keller und Straßen überflutet und Bäche über die Ufer haben treten lassen. Einmal in drei Jahren dürfe Wasser auch aus dem Kanaldeckel rauskommen, so Woll. Plötzlich eintretender Sturzregen, versiegelte Böden, Hagel und Wind, die Abläufe mit Blättern und Ästen verstopften, hätten die Entwässerungssysteme überfordert. Öffentliche Baumaßnahmen zum Überflutungsschutz dienten nur der Minimierung. Hauseigentümern sei empfohlen, ihre Rückstausicherungen zu überprüfen und funktionsfähig zu halten, sagte Woll. „Einen absoluten Schutz gegen Überflutung und Hochwasser gibt es nicht“, stellte Dech-Pschorn klar. Mit dezernatsübergreifenden Klimaanpassungsstrategien und einer Optimierung der Wettervorhersage versuche die Stadt, sich noch besser auf solche Unwetter einzustellen. Zur Entwicklung von Klimaanpassungsstrategien habe die Stadt beim Bund Fördermittel beantragt, informierte sie. Fließgewässer in Erlenbach wie Krehbach, Illerbach und Erlenbach seien in solchen Momenten überfordert, die Wassermassen, die zusätzlich über topografische Bereiche auf sie einstürzten, zu bewältigen. Eine Säuberung der Fließgewässer von Hindernissen wie Ästen, Schlamm und Unrat trage für einen verbesserten Abfluss bei. Rechengitter, wie sie zum Teil jetzt auch in Fließgewässer in Erlenbach eingebaut wurden, hinderten Unrat am Weiterfluss und könnten gut gesäubert werden. Zusätzlich biete sich an, Maßnahmen zur Renaturierung von Fließgewässern zu überprüfen, erläuterte Dech-Pschorn. Ortsvorsteher Fritz Henrich verwies auf den Krehbach, der ein großes Problem darstelle. Er habe die Wassermassen, die Erdreich von den Äckern weggeschwemmt hätten, nicht fassen können. Die Folge seien überschwemmte Straßen und Häuser gewesen, so der Ortsvorsteher. Die Anpflanzung von widerstandsfähigen Hecken an den Rändern der Felder hätte vielleicht mit dazu beigetragen, Wassermassen und Erdreich zurückzuhalten. Er bat um eine entsprechende Überprüfung. Henrich: „Wichtig ist, dass die Leute sehen, hier wird was gemacht.“ Verkehrsplaner Oliver Schmalenberger informierte über die Verkehrsführung der Landesstraße 387 in Höhe des Neubaugebiets Kalckreuthstraße/Morlautern. Dort entstehen ein Wohngebiet mit 55 Wohneinheiten und ein Mischgebiet mit Nahversorgung. Von der Landesstraße soll das Neubaugebiet über einen Kreisel angebunden werden. Eine dort vorgesehene Bushaltestelle werde als Fahrbahnrandhaltestelle eingerichtet, Fußgänger haben die Möglichkeit, die Landesstraße sicher mittels einer Querungshilfe zu passieren. Laut Schmalenberger biete der Kreisel den Vorteil, über 24 Stunden den Verkehr zu reduzieren. Was die Oberflächenwasser-Problematik angehe, sei die Fläche des Neubaugebiets topografisch gesichert. Bezüglich der Rückhaltung von Wasser sei das Becken stärker dimensioniert als andere Baugebiete. Oberflächenwasser und Schmutzwasser würden getrennt abgeleitet. Das Baugebiet sei in seiner Funktion unkritisch, erläuterte Woll. Birgit Hach vom Referat Stadtplanung stellte den für den Stadtteil Erlenbach relevanten Entwurf des Flächennutzungsplans 2025 vor und verwies auf eine geplante Wohnbaufläche „Husarenäcker“ nahe Gersweilerhof. Dort könne bei Bedarf ein Bebauungsplan erfolgen, erläuterte Hach.

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