Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Gibt es die große Weihnachtsüberraschung?

Rückblick zum Hinspiel: 2:1 gewann der TuS damals.
Rückblick zum Hinspiel: 2:1 gewann der TuS damals.

Nach drei Heimsiegen in Folge reist der SV Steinwenden am Sonntag, 14.30 Uhr, zu seinem letzten Auswärtsspiel vor der Winterpause zum TuS Marienborn. Nach den Erfolgen zuletzt möchte der SVS beim Tabellenzweiten endlich auch auswärts etwas Zählbares mitnehmen.

Wer zwölf Tore in drei Heimspielen macht und dabei die Maximalzahl von neun Punkten holt, ist definitiv gut drauf. Das macht natürlich Appetit auf mehr, und der SV Steinwenden fährt mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen im Gepäck zum letzten Spiel in diesem Jahr in die Landeshauptstadt. „Natürlich fahren wir jetzt mit stolzer Brust nach Mainz. Wir haben dort nichts zu verlieren. Wenn nicht jetzt, wann dann“, will SVS-Trainer Meisenheimer auch in der Landeshauptstadt punkten. Nicht nur das Ergebnis war beim 3:2-Sieg gegen den Meisterschaftsfavoriten Idar-Oberstein überzeugend, sondern auch die Art und Weise des Zustandekommens. Der SVS bot Idar über 90 Minuten einen leidenschaftlichen Kampf und hat sich dafür mit dem verdienten Sieg belohnt. Dadurch hat Steinwenden sich eine komfortable Ausgangsposition für die schwere Aufgabe in Mainz erspielt.

Mit dem TuS Marienborn wartet dort am Sonntag eine hohe Hürde. Die Mainzer Vorstädter gewannen das Hinspiel in Steinwenden souverän, haben sich in der Tabellenspitze etabliert und sind außerdem auf dem unbequem zu spielenden engen Kunstrasen sehr heimstark. „Wenn wir wie gegen Idar erneut an unsere Leistungsgrenze gehen, können wir mit jedem in der Liga mithalten“, ist Meisenheimer dennoch optimistisch.

Wer mit Idar den Top-Favoriten der Liga so überzeugend besiegt wie Steinwenden am letzten Sonntag, darf sich durchaus auch beim Tabellenzweiten in Marienborn etwas ausrechnen. „Es ist das letzte Spiel vor Weihnachten, wir haben uns die Punkte bisher hart erarbeitet, die Jungs haben Lust auf das Spiel und wollen das Jahr nicht mit einer Niederlage abschließen“, glaubt Meisenheimer, dass sein Team sich nach den Erfolgen zuletzt trotzdem nicht auf der bisher erreichten Punktzahl ausruhen will.

Marienborn unter Druck

Die Bilanz ist bisher überragend und übertrifft die Erwartungen der Verantwortlichen vor der Saison deutlich. Der Druck ist deshalb eher auf Seiten der Gastgeber, die im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitreden wollen. Nach dem Schwächeln von Idar-Oberstein will Marienborn unbedingt die Gunst der Stunde nutzen, den dank des SVS-Sieges gewonnenen zweiten Tabellenplatz verteidigen und Tabellenführer VfR Baumholder auf den Fersen bleiben. Für die Mainzer wäre es schlimm, wenn auch bei ihnen der SVS die Rolle des Spielverderbers einnehmen und weiter Zünglein an der Waage im Meisterschaftskampf spielen würde. Den VfR Baumholder würde es sicher als lachenden Dritten freuen, und auch in Steinwenden hätte wohl keiner etwas dagegen, wenn in Marienborn zum Jahresabschluss noch eine weitere große Überraschung gelingt.

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