Kaiserslautern Gemeinsam aus einer Hand

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1976 entstand aus dem Zusammenschluss der protestantischen und katholischen Pflegevereine die Ökumenische Sozialstation Otterberg, deren Träger die Protestantische Altenhilfe Westpfalz ist.

Kernaufgabe des Vereins ist die ambulante häusliche Pflege. Dafür sind 50 Fachkräfte in Voll- und Teilzeit, mit 25 Fahrzeugen unterwegs um sich gegenwärtig 300 pflegebedürftigen Menschen zu widmen. Dazu gehören die Behandlungspflege mit Verbandswechsel und Spritze ebenso wie die Hauswirtschaft und der Einkauf. Die Ökumenische Sozialstation übernimmt auch eine zeitlich begrenzte Ersatzpflege, wenn Familienangehörige einmal ausfallen. Ambulante Pflegedienste würden seit Einführung der Pflegeversicherung heute wie wirtschaftliche Unternehmen geführt, die leider nach dem Motto „Zeit ist Geld“ agieren müssten, so Geschäftsführerin Stephanie Wißmann. „Durch die unterstützenden Kirchengemeinden haben wir allerdings gegenüber den rein privatwirtschaftlich ausgerichteten Pflegediensten noch etwas Spielraum.“ Wichtig sei es, alle ergänzenden ambulanten Hilfen, wenn möglich, aus einer Hand zu bieten, damit die Ansprechpartner nicht zu oft wechselten. Auch der Informationsbedarf über Möglichkeiten der Pflegeanwendung sei umfangreich. Dazu sei eine Mitarbeiterin alleine zur Beratung abgestellt. Neben der häuslichen Pflege besteht die Möglichkeit einer teilstationären Tagespflege. Zurzeit ist die „Grüne Oase“ in Enkenbach die einzige Einrichtung dieser Art. „Auf dem Hahnenbalz in Kaiserslautern wird zur Zeit das Alte Gemeindehaus umgebaut. Dort soll Anfang des kommenden Jahres eine neue stationäre Tagespflegeeinrichtung für etwa 20 Gäste eröffnet werden“, erklärt Geschäftsführerin Stephanie Wißmann . In den teilstationären Tagespflegestätten können Gäste tageweise, in der Regel zwischen 9 und 16 Uhr, betreut werden. „Der soziale Aspekt spielt dabei eine wichtige Rolle“, sagt Stephanie Wißmann. Es sei zum einen für die Menschen in der Pflege wichtig, einmal raus zu kommen aus den eigenen vier Wänden. Ebenso sei es natürlich auch für pflegende Familienangehörige gut, etwas Zeit für sich zu haben, um durchatmen zu können. In der Tagespflege stehen das gemeinsame Frühstück und Mittagessen als feste Punkte im Programm. Zusätzlich finden abwechslungsreiche Unternehmungen wie gemeinsame Spiele, Kochen, Backen, Gymnastik, Singen und Spaziergänge statt. „Vor kurzem waren wir auf Fahrt mittels Planwagen durch die Weinberge“, erinnert sich Pflegefachkraft Jessica Eckert von der „Grünen Oase“. Innerhalb der Tagespflege können vor Ort sogar Arzttermine durch den betreuenden Hausarzt, Ergotherapie und Fußpflegetermine wahrgenommen werden. Zur Zeit gibt es für die Verwaltung viel zu tun. Denn ab dem 1. Januar 2017 tritt das neue Pflegegesetz in Kraft. In der Wandlung zum zweiten Pflegestärkungsgesetz PSG 2 wird die Pflegebedürftigkeit zum Teil völlig neu definiert. Wichtig bei der Einstufung wird künftig sein, wie selbstständig der Versicherte noch ist – das heißt, ob er auf die Unterstützung von anderen angewiesen ist. Eine Umstellung für Familienangehörige, Kranke und auch für den Pflegedienst. Info Ökumenische Sozialstation Otterberg, Geißbergring 2, Telefon: 06301 793311, Internet: www.sozialstation-otterberg.de |kön

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