Stadtleben RHEINPFALZ Plus Artikel Gelterswoog wetterbedingt nicht mehr täglich zum Baden geöffnet

Pandemie und fehlender Sonnenschein machen Victoria Butenko das Leben schwer.
Pandemie und fehlender Sonnenschein machen Victoria Butenko das Leben schwer.

Es sind keine guten Nachrichten, die Victoria Butenko zu vermelden hat. Seit 2014 ist sie Pächterin des Strandbades Gelterswoog. Doch so schlecht wie in den vergangenen Wochen, sei der Badebetrieb all die Jahre zuvor nicht gelaufen.

„Seit Mitte Juni haben wir geöffnet. Doch leider hat das Wetter bis auf ein paar Tage nicht mitgespielt“, zeigt Butenko sich von der Badesaison bislang enttäuscht. „Mehr Regen als Sonne, auch laden die Temperaturen nicht gerade zu einem Bad im Gelterswoog ein.“ Das Strandbad täglich zu öffnen, lohne sich nicht. „Die Kasse bleibt leer.“ Auch hat sie festgestellt, dass, wenn die Sonne über der Stadt Kaiserslautern scheint, sie noch lange nicht über dem Gelterswoog präsent sei. „Klar, es hat ein paar Tage mit 28 Grad gegeben. Das war aber auch schon alles.“

Zur Orientierung von Interessenten informiert sie täglich auf der Homepage des Strandbades, ob das Bad geöffnet ist. „Die Leute sparen sich so Zeit und Weg.“ Am Sonntag hat die aus der Ukraine stammende Pächterin am Nachmittag 15 Personen im Bad gezählt. Einen Grund für den spärlichen Besuch sieht sie weiter in den Sommerferien. „Viele Leute sind verreist.“ Zweimal habe sie ihren Grillplatz vermieten können. Das dem Strandbad angegliederte Restaurant habe sie für die laufende Saison an einen Italiener verpachtet. Doch der habe es ihr mangels Gästen schon wieder zurückgegeben. „Ich habe die Hoffnung aufgegeben“, verweist sie auf die Wetterprognosen. Im vergangenen Jahr habe sie das Strandbad bereits am 21. August geschlossen.

Sorgen bereiten außerdem der Kletterpark und das Hotel auf dem Potzberg

„Bis zu 1000 Badegästen könnte ich unter Coronabedingungen Einlass gewähren.“ Beim Betreten müssten Besucher eine Maske tragen, nicht aber am Strand. Das Pech verfolgt Victoria Butenko nicht nur mit dem Strandbad Gelterswoog: Seit dem Ausbruch der Pandemie musste sie auch den Waldseilpark K1 am Fröhnerhof im Osten von Kaiserslautern schließen. Eine einmalige staatliche Unterstützung von 9000 Euro reiche zum Existieren nicht aus. „Ich bin am Ende.“ Sorgen bereitet ihr zusätzlich das Hotel Schloss Föckelberg auf dem Potzberg, so die Betreiberin.

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