Kaiserslautern „Gefährlich für Fußgänger“

Im Abstand von 50 Metern zwei frisch markierte Zebrastreifen im Zentrum von Erlenbach, dafür seit Jahren kein einziger im Ortskern des Gersweilerhofs. Lotti Gäthje ist verärgert darüber, dass sich die Stadt weigert, Schülern, Anwohnern und Wanderern einen gefahrlosen Übergang über die Durchgangsstraße zu ermöglichen. Dabei beruft sie sich darauf, dass eine bestimmte Anzahl von Leuten den Zebrastreifen nutzen muss.
Eine Woche haben die Straßenarbeiten in der Hauptstraße in Erlenbach gedauert. Während dieser Zeit fuhren keine Busse zum Gersweilerhof. Danach hat Lotti Gäthje festgestellt, dass in der Ortsmitte von Erlenbach die bisher schon vorhandenen zwei Zebrastreifen im Abstand von 50 Metern neu markiert wurden, schreibt die RHEINPFALZ-Leserin. Gleichzeitig sei es in der Vergangenheit wiederholt abgelehnt worden, im Ortskern des Gersweilerhofs, der mit dem gleichen Durchgangsverkehr wie der Ortskern von Erlenbach belastet sei, einen Zebrastreifen zu installieren. Jeden Tag gingen hier mehrmals Schüler über die Straße, um ihren Schulbus zu erreichen. Außerdem würden Anwohner und Wanderer gerne gefahrlos das wunderschöne Naherholungsgebiet erreichen. Lotti Gäthje kann sich nicht vorstellen, dass die beiden Zebrastreifen in Erlenbach im Sinne der Stadt „ausgelastet“ sind. In ihrer Antwort beruft sich die Stadt tatsächlich auf eine Verkehrszählung, die im Mai 2012 auf dem Gersweilerhof durchgeführt wurde. Danach liegen dort zur Einrichtung eines Fußgängerüberweges keine der vorgeschriebenen Voraussetzungen vor. Für die Anlage eines Überweges in diesem Bereich müsse eine Sicht aus beiden Fahrtrichtungen von etwa 50 Metern auf den Überweg vorhanden sein sowie eine Fußgängerverkehrsstärke in der Spitzenstunde von mindestens 50 Fußgängern pro Stunde und eine Kraftfahrzeugverkehrsstärke in der Spitzenstunde von mindestens 300 Fahrzeugen pro Stunde vorliegen. Eine beidseitige Sicht von 50 Metern sei im Bereich Im Gersweilerhof/ Ochsenberg nicht gegeben, so das Argument der Stadt. Des Weiteren seien in der Spitzenstunde neun Fußgänger sowie knapp 300 Fahrzeuge gezählt worden. Die Stadt führt weiter aus, dass die beiden Fußgängerüberwege in der Erlenbacher Straße nicht neu markiert worden seien, sondern seit 2004 beziehungsweise 2011 bestehen. Nach Asphaltfräsarbeiten im Frühjahr 2015 habe die Stadt die Markierungen erneut aufgebracht. (krh)