Kaiserslautern Gartenschau betont sozialen Gedanken

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Capitol, Empire State Building, das Reichstagsgebäude und als i-Tüpfelchen das Lauterer Rathaus: Damit und mit vielen tausend weiterer bunter Steine, verbaut und zum selber Bauen in der Bastelecke aufgehäuft, begrüßt die neue Lego-Ausstellung auf der Gartenschau ihre Besucher. Ab morgen ist die Ausstellung und mit ihr die neue Gartenschau-Saison eröffnet.

Es ist die achte Saison unter der Regie der Lebenshilfe Westpfalz, die – Dank der kostenlosen SWK-Card – erschwingliche Freizeitgestaltung auch für schwächer aufgestellte Familien möglich macht. Für diese Unterstützung auch durch weitere Sponsoren dankte die stellvertretende Vorsitzende Kerstin Kürth gestern den Vertretern der Sponsoren. SWK-Vorstand Markus Vollmer berichtete von rund 48.000 Karten, die inzwischen an die Kunden des Unternehmens verschickt wurden. Mit der SWK-Card lässt sich für 25 Euro eine Saisonkarte für die Gartenschau und den Japanischen Garten aktivieren, vergünstigte Tageskarten lassen sich für Gäste erwerben und (auch ohne vorherige Aktivierung) verschiedene andere Freizeiteinrichtungen zu ermäßigten Preisen nutzen. 1400 Karteninhaber haben Vollmer zufolge die Aktivierung bereits erledigt. Die Gartenschau Kaiserslautern habe sich zu einem Erlebnis für die ganze Region entwickelt, stellte Oberbürgermeister Klaus Weichel in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats der iKL-Gemeinnützige Integrationsgesellschaft fest. Die Lego-Ausstellung sei eine Sensation. Als oberster Finanzchef der Stadt vergaß er nicht zu erwähnen, dass die Stadt als Juniorpartner der Gartenschau diese mit jährlich 1,25 Millionen Euro unterstütze. „Himmelsblau bis Abendrot“ ist in der Saison 2016 das Motto für die Gestaltung von Beeten und Rabatten: „Weitaus mehr als eine Gartenschau“ ist der zweite Leitspruch. Damit solle der soziale Gedanke des Projekts Gartenschau mehr in den Vordergrund gerückt werden, erläuterte iKL-Geschäftsführer David Lyle. Als ein Beispiel beschrieb er die Übungsbaustelle der angehenden Garten- und Landschaftsbauer, die aus einer Ecke des Neumühleparks unter die Berliner Brücke und damit deutlicher in die Aufmerksamkeit der Besucher gerückt sei. Nach vier Jahren, in denen die Pflasterung des Wegs entlang der Felswand im Neumühlepark immer ein Stück weiter ausgebaut wurde, ist nach 500 Metern die befestigte Fläche zum Barbarossawoog komplett. Neu begonnen wurde im Bereich der ehemaligen Minigolf-Anlage ein mehrjähriger Investitionsplan zur Erweiterung einer Fläche mit Staudenbeeten. Die Gartenschau verspricht sich davon eine Steigerung der Attraktivität und geringere Betriebskosten. Knapp 100 Veranstaltungen, darunter Klassiker wie der Mittelaltermarkt, die französische und italienische Gartenparty oder auch das Sommernachtsfest, sind fest eingeplant, ebenso eine Licht-Pyro-Show am 30. Juli. Neu ist ein Open-Air-Kino am 27. August auf dem Kaiserberg. Rund um Kinder und Familie ist ebenfalls viel angekündigt – zum Beispiel die Kinderoper „Papageno und die Zauberflöte“, das Kinderfest und das Kinderzelt in den Sommerferien. Am Ostersonntag ist um 14 Uhr der eigentliche Saisonauftakt mit der Marching Band ComboCombo, dem Stelzentheater Circolo und der Enthüllung des Lego-Rathauses durch den Oberbürgermeister. (krh)

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