Kaiserslautern Gänsehaut pur beim Einlaufen

„Rockt die 3. Liga“: Die Fans des TuS Dansenberg feierten ihre Mannschaft.
»Rockt die 3. Liga«: Die Fans des TuS Dansenberg feierten ihre Mannschaft.

Die Zeiten, in denen man bei den Heimspielen des TuS Dansenberg kurz vor knapp in die Halle kommen konnte und noch freie Platzwahl hatte, sind lange vorbei. Bereits zu Oberliga-Zeiten hieß es immer öfter: ausverkauft! Um dem gestiegenen Zuschauerinteresse Rechnung zu tragen, wurde nach dem Aufstieg in die Dritte Bundesliga eine zusätzliche Stehtribüne installiert. Die ist rund 30 Minuten vor Spielbeginn bereits gut gefüllt, genauso wie der Rest der Halle, die seit Saisonbeginn den Namen Layenberger-Sporthalle trägt. Auf den Rängen herrscht hektische Betriebsamkeit, der harte Kern der Fans singt sich allmählich warm. Wer einen guten Platz ergattert hat, gibt ihn jetzt nicht mehr her. Die Plätze auf der Haupttribüne sind nummeriert. Hier braucht keiner Angst zu haben, seinen angestammten Platz mit bester Sicht auf das Geschehen zu verlieren, sollte das Verlangen nach einem Kaltgetränk irgendwann zu groß werden. Der ein oder andere hat eine Erfrischung auch bitter nötig angesichts des subtropischen Klimas, das mittlerweile in der Halle herrscht. Wohl dem, der eine sommerliche Garderobe gewählt hat und wie die Spieler in kurzen Hosen zum Spiel gekommen ist. Der Schweiß fließt in Strömen, der Stimmung tut das aber keinen Abbruch. Als die Spieler des HC Oppenweiler/Backnang um 19.55 Uhr das Parkett betreten, werden sie mit freundlichem Applaus begrüßt. Pfiffe? Fehlanzeige! Als kurz darauf der TuS einläuft, ist mit einem Schlag richtig Druck auf dem Kessel. Die Mannschaft um ihren Kapitän Christopher Seitz wird mit stehenden Ovationen begrüßt und schon vor Beginn der Partie richtig abgefeiert. „Das war schon beim Einlaufen Gänsehaut pur. Es war einfach unfassbar, was hier von der ersten bis zur letzten Minute abgegangen ist“, zeigte sich Neuzugang Tim Hottgenroth beeindruckt. Ein schwarz-weißes Fahnenmeer zur Begrüßung tat sein Übriges, um die Spieler zu motivieren. „Rockt die Dritte Liga“ lautet das Spieltagsmotto, das die Fans ihrem Team via Transparent mit auf den Weg geben. „Die Stimmung war einfach überragend. Das ist schon Wahnsinn, was das für Kräfte freisetzen kann“, unterstrich Jan Claussen, dessen Team mit Unterstützung von den Rängen einen Vier-Tore-Rückstand wettmachte und am Ende knapp die Oberhand behielt. Selbst Gästetrainer Matthias Heineke kam nicht umhin, „das tolle Zusammenspiel zwischen Mannschaft und Fans“ zu loben. Ähnlich sah das TuS-Coach Marco Sliwa, der sich einmal mehr als Fan der Fans outete, als er sich auf der anschließenden Pressekonferenz „für die fantastische Unterstützung“ bedankte. Als Claussen seine Farben zehn Minuten vor Schluss erstmals seit der 6. Minute wieder in Führung brachte, hielt es bis auf die wenigen Gästefans niemand mehr auf seinem Sitz. Der Lautstärkepegel in der proppenvollen Halle erreichte jetzt seinen Höhepunkt und das Spiel endete so wie es begann - mit stehenden Ovationen für den TuS. SPORT AM MONTAG

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