Nachspielzeit
FV Olympia Ramstein steht Spalier für ein Brautpaar
Trat doch einer der Ihren in den heiligen Stand der Ehe. Marc Rudolphi. Getraut wurden die Brautleute von keinem Geringeren als Ralf Hechler, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach. Auch er hatte es sich nicht nehmen lassen, diesen Bund fürs Leben zu schließen. Schlägt doch sein Herz heftig für die Olympia, für die er selbst spielte und sich als Libero einen Namen machte. Noch heute engagiert sich Hechler in dem traditionsreichen Fußballverein als Hauptjugendleiter. Und am Samstag traute er im alten Ramsteiner Rathaus die Braut Jasmin und den Bräutigam Marc Rudolphi. Als die beiden Frischvermählten das historische Gebäude verließen, wurden sie von Marcs Mannschaftskameraden herzlich empfangen. Die standen auf der Treppe Spalier und freuten sich mit den beiden. Mit von der Partie war auch Dietmar Lill, der als Vorstand des FV Olympia Ramstein für das Wirtschaftliche und die Finanzen des Vereins zuständig ist. „Allen hat es sehr viel Freude gemacht“, schildert Lill das Zusammentreffen von Mannschaft und Brautleuten. Die Fußballer beließen es aber nicht beim Spalierstehen, sie gaben dem Hochzeitspaar auch ein Ständchen. Das Vereinslied der Olympia „Hoch lebe Eisen/Hoch lebe Stahl/Hoch lebe die Olympia ...“ stimmten sie an. Natürlich wurden auch viele Fotos gemacht. Das besorgte Marc Rudolphis Teamkollege Benjamin Hüge, der sich um die Präsentation des Vereins in den Sozialen Medien kümmert. Nach der Feier beginnt aber bereits am kommenden Mittwoch um 19 Uhr für den FV Ramstein wieder das Fußballleben. Da trifft die erste Mannschaft in der dritten Verbandspokalrunde zu Hause auf den Landesligisten VfR Kaiserslautern. Dabei musst das Team aber auf Marc Rudolphi verzichten, für den es im Moment wesentlich wichtigere Dinge als den Fußball gibt.
FC Otterbach Dreimal trifft Max Lauhoff
In der Bezirksliga Westpfalz Gruppe Nord ist der FC Phönix Otterbach die Mannschaft der Stunde. Das Team von Trainer Andre Reidenbach ließ es auch am zweiten Spieltag richtig krachen, so als ob es im Durchmarsch in Richtung Aufstiegsgruppe unterwegs sei. Doch gemach, gemach! Von Aufstiegsgruppe oder noch schlimmer von Aufstieg möchte der Otterbacher Coach nicht sprechen. Für ihn sind es sechs Punkte gegen den Abstieg, die sein Team durch die beiden Siege eingefahren hat. Doch zumindest lobte Reidenbach die Seinen nach ihrem eindrucksvollen 4:2-Sieg über die TSG Kaiserslautern. „Die kämpferische Einstellung hat gestimmt.“ Dabei setzte sich der Otterbacher Stürmer Max Lauhoff stark in Szene. Er traf dreimal, bewies, dass er ein Strafraumstürmer der gefährlichen Art ist. Dass er hochmotiviert in diese Partie gehen würde, war klar. Spielte Lauhoff doch früher für die TSG. Am Sonntag kehrte er an die alte Wirkungsstätte zurück und kannte keine Gnade mit seiner alten Mannschaft.
VfR Kaiserslautern An Niederlagen wachsen
„Nein, wir werden nicht nervös.“ Das sagte Christopher Lamprecht nach der zweiten Niederlage seines Teams in der Landesliga West. Dabei klang der Trainer des VfR Kaiserslautern überhaupt nicht verunsichert. Er ist fest davon überzeugt, dass seine Elf nach dem miserablen Saisonstart bald die Kurve kriegt. Dass es bisher nicht so gelaufen ist, wie es sich die Erbsenberger gewünscht haben, hat mehrere Gründe. Lamprecht führt die aufgrund der Verletzungsmisere schlechte Saisonvorbereitung an und gibt auch noch zu bedenken, dass es sein Team am Wochenende auswärts mit einem starken Gegner zu tun hatte. „Die SG Hüffelsheim ist eine Topmannschaft“, sagt der ehemalige Profi, der gegen die SG selbst mit von der Partie war und seine Elf in der 51. Minute mit 1:0 in Führung brachte. Bei einer Ecke lauerte er am zweiten Pfosten und drückte den Ball über die Linie. Aber dieses Tor des Chefs reichte nicht, am Ende unterlag der VfR Kaiserslautern mit 1:2. Kein Grund aber, um nervös zu werden. „Meine Jungs wachsen an solchen Niederlagen“, sagt Christopher Lamprecht.