Nachspielzeit
FV Bruchmühlbach will absteigen
Er habe da „einen Hühnerhaufen“ vorgefunden, beschreibt Dengel den Zustand der Mannschaft. Aber dem erfahrenen Coach gelang es, wieder Linie „in die zerstrittene Truppe“ zu bringen. Im ersten Spiel unter Dengels Regie gewann der FVB bei der TSG Kaiserslautern und eroberte so am drittletzten Spieltag drei wichtige Punkte in der Abstiegsrunde. Dieser gelungene Auftakt machte Mut für das nächste Abstiegsduell, das am Sonntag auf dem Spielplan stand. Zu Hause wollte man den ASV Winnweiler schlagen. Doch dazu kam es nicht. Denn es geschah etwas, was Uwe Dengel in seiner langen Fußballlaufbahn noch nie erlebte. Nach dem Training am vergangenen Freitag sei ein Vertreter der Vorstandschaft des FVB zur Mannschaft gekommen und habe folgende Ansage gemacht: „Wir wollen absteigen und treten zu den letzten beiden Spielen nicht mehr an.“ Uwe Dengel glaubte zuerst, nicht recht gehört zu haben. Dass ein Verein aufsteigen will, ja, aber absteigen? Doch er hatte sich nicht verhört. Die Begründung für diese Entscheidung zum Abstieg war dann auch sehr merkwürdig. In der nächsten Saison werde man mit einem anderen Trainer und einer neuformierten Mannschaft antreten. Daran ist ja eigentlich noch nichts Ungewöhnliches. Aber dann kam der Clou: Die neuen Spieler, die fast alle aus dem Saarland kämen, hätten gegenüber dem Verein erklärt, dass sie in der A-Klasse und nicht in der Bezirksliga spielen wollten, um nicht auch noch weite Fahrten zu den Auswärtsspielen in der Bezirksliga auf sich nehmen zu müssen. Nach dieser Erklärung war Dengel sprachlos. Für ihn und seine Spieler war damit die Sache beim FVB gelaufen. Uwe Dengel ist sicher, dass er mit der Mannschaft den Klassenverbleib geschafft hätte. „Wir hätten gegen Winnweiler und dann auch noch gegen Weilerbach gewonnen.“ Für ihn wäre nach dem Ende der laufenden Runde beim FV Bruchmühlbach sowieso Schluss gewesen. In der nächsten Saison wird er nämlich den FC Queidersbach trainieren, der sicherlich nicht absteigen will.
FV Ramstein Lupenreiner Hattrick
Als Meister der A-Klasse wollte der FV Olympia Ramstein im letzten Spiel seinen Anhängern noch etwas bieten. Das gelang dem Team von Spielertrainer Jonas Jung dann auch auf überzeugende Weise. Veranstaltete man doch gegen den VfB Reichenbach II ein Schützenfest und gewann mit 10:2. „Wir haben das Spiel sehr ernst genommen“, sagt Jonas Jung, der mit seiner Mannschaft im Spiel gegen die TSG Wolfstein/Roßbach mit einem 4:0-Sieg den Titelgewinn und den Aufstieg in die Bezirksliga schon klargemacht hatte. Wie das Ergebnis zeigt, ging die Meisterelf zur Freude ihre Fans gegen den VfB II richtig zur Sache. Nicht zufrieden war Jung aber mit dem Spiel von Anthony „Tony“ Weston in der ersten Halbzeit. „Ich habe ihm in der Pause gesagt, dass ich ihn auswechseln werde, wenn er in der zweiten Hälfte nicht mehr zeigt.“ Die Drohung des Trainers wirkte dann Wunder. Wie ausgewechselt spielte der „Tony“ und zeigte es seinem Coach. Kaum hatte der Schiri die zweite Hälfte angepfiffen, da traf der Stürmer, erhöhte auf 4:1. Nach diesem ersten Streich folgten noch zwei. Damit hatte er einen lupenreinen Hattrick erzielt. Und es waren auch noch schöne Tore. So lupfte er den Ball elegant über den Torwart und bewies dann auch seine feine Schusstechnik. Aus 16 Metern zirkelte er das Spielgerät in den rechten oberen Winkel. Chapeau!