Kaiserslautern FUSSBALL: Unentschieden mit albtraumhaften Zügen
«IDAR-OBERSTEIN.» „Wir haben wichtige Punkte liegen lassen.“ So kommentierte der Trainer der U23 des 1. FC Kaiserslautern, Hans Werner Moser, am Samstag das 2:2-Unentschieden seiner Mannschaft in der Oberligapartie beim SC Idar-Oberstein. Nur allzu verständlich war Mosers Enttäuschung nach dieser Partie, in der sein Team in der 69. Minute mit 2:0 in Führung gegangen war und der Sieg nur noch eine Formsache zu sein schien.
Doch was sich dann in der Schlussphase dieser von den Kaiserslauterern zuvor klar dominierten Partie tat, kam für sie einem Albtraum gleich. Eingeleitet wurde der von einem Eigentor des unglücklichen Verteidigers Nino Miotke (76. Minute), und in der 89. Minute folgte dann noch ein überaus fragwürdiger Handelfmeter, der dem Heimteam das 2:2-Unentschieden bescherte. In der anschließenden Pressekonferenz ging der Trainer des SCI, Murat Yaser, auf diese nervenaufreibenden Schlussminuten ein, in denen sich die Ereignisse überschlugen und die Partie auf den Kopf gestellt wurde, und sagte: „Wenn wir da ganz viel Glück haben, dann gewinnen wir das Spiel noch.“ Dieser Feststellung widersprach Hans Werner Moser nicht und stellte nur lapidar fest: „So ist Fußball.“ Tatsächlich fehlte nicht viel, und der SCI hätte in der Nachspielzeit die Partie noch für sich entschieden. Aber so viel Glück war den Yaser-Schützlingen dann doch nicht vergönnt gewesen. Hatten sie doch schon in der ersten Halbzeit Fortuna auf ihrer Seite gehabt. Denn eigentlich hätte die Moser-Elf mit einem komfortablen Vorsprung in die Pause gehen können, wenn sie ihre Chancen genutzt hätte. So als der viel Übersicht im Mittelfeld zeigende Nils Seufert Nicklas Shipnoski mit einem präzisen Pass in Szene setzte, dieser aber den gegnerischen Torhüter nicht zu überwinden vermochte (38.) Nur eine Minute später hatte Manfred Osei Kwadwo – wieder kam das Zuspiel von Seufert – den Führungstreffer auf dem Fuß. Aber auch er traf nicht. Als dann Kwadwo in der zweiten Hälfte mit zwei Treffern für klare Verhältnisse sorgte, schien die Sache geritzt zu sein. Später sah Moser eine Parallele zum Spiel in Engers. Auch da hatte sein Team überlegen gespielt, am Ende aber mit 0:1 den Kürzeren gezogen. Immerhin: Eine Niederlage blieb seinem Team diesmal erspart.
