Kaiserslautern Fusion ohne Beratung

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Karl-Heinz Reidenbach und Alexander Kostal sind guter Dinge in der Sommerredaktion. Sie haben das hinter sich, was die Stadtsparkasse Kaiserslautern und die Kreissparkasse Kusel voraussichtlich noch vor sich haben. Sie haben die Grundlagen für eine Fusion zwischen der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz und der VR-Bank Westpfalz, Landstuhl, geschaffen. Die formellen Angelegenheiten sind erledigt, erzählen der Vorstand der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz, Reidenbach, und der Vorstand der VR-Bank Westpfalz, Kostal. Die beiden Vertreterversammlungen haben der Fusion der Banken zugestimmt, und der Fusionsvertrag wurde beim Notar unterzeichnet. Projektarbeit ist jetzt angesagt, um die geplante Fusion der beiden Banken auch Wirklichkeit werden zu lassen. 18 Projekte müssen dafür abgearbeitet werden, wie die beiden Vorstände berichten. Das größte ist das IT-Projekt, mit dem die Technik beider Häuser zusammengeführt werden soll. Das Projekt hat 1600 Unterpunkte und muss am 24. September abgehakt sein. Die neue Bank, die dann unter dem alten Namen „Volksbank Kaiserslautern eG“ firmiert, wird 70.000 Kunden haben. 40.000 hatte bisher die Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz, 30.000 Kunden kommen seitens der VR-Bank Westpfalz dazu. Die Bilanzsumme steigt mit der Fusion auf 1,3 Milliarden Euro, verteilt derzeit auf 800 Millionen bei der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz und 500 Millionen Euro bei der VR-Bank Westpfalz. Für die beiden Vorstände sind diese Zahlen ein Beleg dafür, dass es sich um eine Fusion auf Augenhöhe gehandelt hat. Reidenbach und Kostal erzählen in der Sommerredaktion, dass sie bei der Fusion der beiden Geldhäuser auf ein Beratungsunternehmen verzichtet haben und das Verfahren selbst durchziehen. Beide Geldinstitute haben Erfahrung mit Fusionen: Die Volksbank Kaiserslautern fusionierte 2005 mit der Volksbank Nordwestpfalz und die VR-Bank 2002 mit der Geno-Bank Südliche Westpfalz in Waldfischbach-Burgalben. 300 Mitarbeiter wird die neue Bank künftig zählen. Mit dem Betriebsrat wurde vereinbart, dass bis Ende 2018 keine Kündigungen ausgesprochen werden dürfen. Das Geschäftsgebiet der neuen Bank ist groß, von Ebernburg bis Pirmasens. Vier Kompetenzzentren sollen für die Betreuung der Region entstehen. Für Reidenbach und Kostal sprechen vor allem die Bündelung der Kräfte und die Schaffung von Synergieeffekten für eine Fusion. Eine Fusion sei kein Allheilmittel in der Zeit von Nullzinspolitik und hohen Aufwendungen für Regulatorik. Die Größe allein mache es nicht, meinen sie. Was halten die beiden Vorstände von der beabsichtigten Fusion von Stadtsparkasse Kaiserslautern und Kreissparkasse Kusel? Strategisch sehen sie darin den richtigen Weg, glauben indes, dass die Herausforderungen für ihre Sparkassenkollegen größer sein werden als für sie. Die Stadtsparkasse Kaiserslautern und die Kreissparkasse Kusel hätten kein überlappendes Geschäftsgebiet. Es sei somit ungleich schwerer, Synergieeffekte zu erzielen. Für Reidenbach kommt zu der Fusion in diesem Jahr noch privates Glück dazu. Er ist Opa geworden. Vier Monate alt ist Lilly Valentina, „so ein süßes Mädchen“, erzählt der stolze Großvater. Kostal, der übrigens 1990 bei der Volksbank Kaiserslautern Bankkaufmann gelernt hat, zu Zeiten, als Reidenbach noch Prokurist war, arbeitet auf seinen ersten Halbmarathon hin. Am 25. September soll es in Karlsruhe so weit sein. Im Mai hat er schon mal als Test einen Zehn-Kilometer-Lauf absolviert. LOKALSEITE 4, 5, 6

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