Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Fritz-Walter-Cup: Wenn ein Minister Urkunden verteilt

Locker umspielt: Zweikampf zwischen Clara McHugh vom Heinrich-Heine-Gymnasium (links) gegenb Zümra Kurt von der IGS Eisenberg (r
Locker umspielt: Zweikampf zwischen Clara McHugh vom Heinrich-Heine-Gymnasium (links) gegenb Zümra Kurt von der IGS Eisenberg (rechts).

Siegerehrungen zählen normalerweise nicht zu den Hauptaufgaben eines Ministers. Alexander Schweitzer ließ es sich als Vorsitzender der Fritz-Walter-Stiftung trotzdem nicht nehmen, persönlich die Teilnehmer des Regionalentscheids zu ehren. Den Sprung ins Landesfinale haben die Mädchen des Heinrich-Heine-Gymnasiums Kaiserslautern geschafft.

Der Fritz-Walter-Cup kommt allmählich wieder in die Spur, nachdem er in der Pandemie „fast ein bisschen in Vergessenheit geraten ist“, wie es Turnierorganisator Sven Weilemann ausdrückt. Der Diplom-Sportlehrer freut sich, dass sich an dem Wettbewerb allein im Bereich der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Neustadt 154 Mannschaften beteiligt haben, 26 mehr als noch vor einem Jahr.

Kein Wunder also, dass Arbeits- und Sozialminister Alexander Schweitzer, Pfälzer und FCK-Mitglied, gemeinsam mit dem neuen ADD-Schulsportreferenten Gerd Dietrich höchstpersönlich nach dem Regionalentscheid in der Schillerschule die Urkunden überreichen wollte. In dem vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium und der Fritz-Walter-Stiftung initiierten Wettbewerb gewannen die Mädchen des Heinrich-Heine-Gymnasiums das Turnier und die Qualifikation für das Finalturnier. Im Endspiel bezwangen die Kids aus Kaiserslautern ihre Kontrahentinnen vom Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium aus Speyer mit 3:0.

HHG-Jungs verlieren Entscheidungsschießen

Richtig gefordert werden die Mädchen vom HHG wahrscheinlich erst beim Landesfinale. Denn auch ohne gelernte Torfrau und ohne eine einzige Ersatzspielerin dominierte das von Markus Berndt und Martin Maaß betreute Team die Konkurrenz nach Belieben. In seinen vier Spielen erzielte das HHG 26:0 Tore. Markus Berndt will speziell die Mädchen verstärkt für das Schulmodell begeistern und verweist auf angebotene Probetage.

Achtbar aus der Affäre zogen sich die Mädchen des Reichswald-Gymnasiums in Ramstein-Miesenbach. Zwar setzte es gegen die Endspielteilnehmerinnen aus Speyer zum Auftakt eine 0:4-Niederlage, aber das 1:1 gegen das Otto-Schütz-Gymnasium aus Mainz darf getrost als Achtungserfolg gewertet werden.

Auch bei den Jungs gingen die Lokalmatadoren aus Kaiserslautern als Mitfavorit ins Rennen. Nach dem 2:0-Auftaktsieg gegen die Realschule plus Schifferstadt und dem 2:2 gegen das Albert-Einstein-Gymnasium Frankenthal trafen die Jungs aus Kaiserslautern im Halbfinale auf den Dauerrivalen von der IGS Mainz-Bretzenheim, wie das HHG ebenfalls eine „Eliteschule des Fußballs“. Beim Entscheidungsschießen hatten die Mainzer die Nase vorn, überrollten im Endspiel dann auch noch das Team des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus Ludwigshafen (5:0).

Finalturnier am 18. März

Markus Berndt nahm’s äußerlich gelassen: „Wir haben gut und ansprechend gespielt, dann aber im Entscheidungsschießen versäumt, den Deckel drauf zu machen.“ Nuancen gaben am Ende den Ausschlag zugunsten des glücklicheren Teams aus der Landeshauptstadt.

Die Erleichterung war auch Sven Weilemann anzumerken: „Das Turnier verlief völlig reibungslos, auch die vier eingesetzten Schiedsrichter haben hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet.“ Eine nette Idee: Die Bewirtung in der Halle der Schillerschule haben die Organisatoren einem Team der Fritz-Walter-Förderschule übertragen. Die Kids und ihre Lehrer waren auch zur Stelle, wenn irgendwo eine helfende Hand benötigt wurde.

Das Landesfinale um den Fritz-Walter-Cup findet am Montag, 18. März, in der Barbarossahalle in Kaiserslautern statt. Gut möglich, dass Alexander Schweitzer dann bei der Siegerehrung prominente Unterstützung erfährt. Wie die RHEINPFALZ am Rande des Turniers erfahren hat, hält sich an diesem Tag die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer in der Barbarossastadt auf...

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