Kaiserslautern
Friseurinnen präsentieren die neuesten Trends
Im Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer der Pfalz zeigten die Akteure, mit welchen Looks man im Frühjahr und Sommer nichts falsch macht. Nicht nur während der fünften Jahreszeit spielt Köln eine zentrale Rolle. Auch die Friseure der Nation blicken regelmäßig gespannt auf die Rheinmetropole. Dort ist der Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks beheimatet. Was dort präsentiert wird, findet man schon bald in den Salons wieder. In den kommenden Monaten steht alles im Zeichen von „Hyper Safari“. So heißt die nun auch in Kaiserslautern präsentierte Kollektion.
Mit „Into the Wild“ in die 1980er
An den Scheren sind die Friseurinnen Daniela Vogel, Jo-Anna Oster und Samira Omrani konzentriert bei der Sache. Innerhalb weniger Minuten bringen die fingerfertigen Damen die neuesten Looks auf die Köpfe. Hoch im Kurs stehen gestufte Haarschnitte, die für Volumen und eine lockere, natürliche Form sorgen, aber auch klassische Elemente gelten als angesagt. Während es einst ohne Dauerwelle nicht ging, führt heutzutage an dem sogenannten Huntress-Stil kein Weg vorbei. Dabei werden die Haare mit einem Lockenstab in verschiedene Lockenformen gebracht. Während es in den Haarlängen luftig und locker zugeht, werden die Haare am Oberkopf schmal zurückfrisiert und mit Spangen fixiert. Einen Hauch der 1980-er Jahre hingegen versprüht der Look „Into the Wild.“ Dabei werden die Haare strukturiert gestuft. Für den perfekten Auftritt werden die feuchten Haare danach von den Profis mit einer Lockencreme und einem Diffusor trocken geknetet.
Während Haarspitzen zu Boden fallen und die drei Friseurinnen mit Kamm, Bürste und Schere oder Lockenstab und Föhn geschickt hantieren, erläutern sie im Wechsel die verschiedenen Arbeitsschritte und Schnitttechniken, die zu einer der Frisuren aus der aktuellen Hitliste führen.
Schnitte in die Salons bringen
Damit auch im Publikum kein Arbeitsschritt unbemerkt bleibt, wirbelt Landesinnungsmeister Ingo Cappel mit einer Kamera umher. Zügig huscht er von Model zu Model, um jeden Schritt auf eine Leinwand zu bringen. Gespannt verfolgt das kundige Publikum die Arbeit seiner Berufskollegen. Um die erfassten Eindrücke konservieren zu können, zücken viele ihr Smartphone, um Fotos und Videos aufzunehmen. Schließlich sollen die angesagten Schnitte nicht nur auf der Bühne bleiben. In den Salons sollen sich die Kundinnen schließlich auch an den neuen Impulsen erfreuen können.
Auf der Bühne verschmelzen die Trendfrisuren nach und nach zu einem Gesamtkunstwerk mit den Models. Abseits der Bühne hat Gilbert Schütz ebenfalls viel zu tun. Er ist der künstlerische Leiter und sozusagen das Gesicht hinter der Präsentation. Mit einem Klemmbrett in der Hand und dem darauf notierten Ablaufplan hat er alles konzentriert im Blick. Dank ihm verpasst kein Model seinen Einsatz. Nicht nur bei der Präsentation selbst, sondern auch schon bei deren Vorbereitung ging es stressig zu. „Es ist gar nicht so einfach, innerhalb kurzer Zeit die ganzen Models zu finden“, erklärt Schütz. Denn erst vor gut drei Wochen präsentierte der Zentralverband in Köln die neusten Trends erstmals der Öffentlichkeit.