Kaiserslautern
Friedensinitiative stellt Pläne für die Zeit nach den Amerikanern vor
Die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, Streitkräfte aus Deutschland abzuziehen, habe geschockt, verunsichert, aufgescheucht und damit in Stadt, Kreis und Land ganz langsam einen Bewusstseinswandel ausgelöst, hoffte Reiner Braun von der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“. Mit Bezug auf das Gelände des Hospitals in Landstuhl, welches die Amerikaner unter keinen Umständen für eine zivile Nutzung freigeben wollten, forderte er auf, damit in die laufende politische Debatte zum Strukturwandel einzusteigen.
Die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen im Blick, konnte sich Braun am Ende einer Konversion, die, wie er einräumte, nicht von heute auf morgen zu realisieren sei, einen Naturschutz- und Erholungspark und auf der Base einen Abenteuerspielplatz vorstellen. Auch ein riesiges Konversionsmuseum passe in seine Vision.
Kreistagsmitglied Jochen Marwede (Die Grünen) forderte frühestmögliche Anstrengungen zur Beseitigung von durch Perfluorierte Tenside (PFT) verursachte Bodenbelastungen vor allem auf Flugplätzen und insgesamt Anstrengungen zum allmählichen Abschied von der wirtschaftlichen Abhängigkeit: „Wir müssen die Kräfte bündeln.“