Kaiserslautern Friedensdemonstration mit rund 100 Teilnehmern

Für Frieden wurde am Freitag vor der Stiftskirche demonstriert.
Für Frieden wurde am Freitag vor der Stiftskirche demonstriert.

Rund 100 Menschen versammelten sich am Freitagabend bei der Kundgebung „Frieden jetzt!“ in der Marktstraße vor der Stiftskirche. Veranstalter waren die Linke, Linksjugend solid, Fridays for Future, die Friedensinitiative Westpfalz und das „Eselsohr“.

Um 17.30 Uhr eröffnete Henning Best, Parteimitglied der Linken, die Kundgebung mit den Worten: „Unsere Solidarität gilt allen, die gegen den Krieg sind!“ Dazu gehören laut Best neben Ukrainern und der Zivilbevölkerung explizit auch russische Soldaten: „Niemand will in den Krieg ziehen.“ Nationalsymbole wie die ukrainische Flagge waren auf der Kundgebung unerwünscht. Best fuhr fort: „Wir müssen diesen Krieg in einem Kontext sehen. Die Nato hat zur Eskalation beigetragen, auch wenn das keine Rechtfertigung für das Verhalten Putins ist.“ Er sprach sich gegen das 100-Milliarden-Aufrüstungspakt der Bundesregierung und Waffenlieferungen an die Ukraine aus. Vertreter der Friedensinitiative Westpfalz sprachen davon, dass sich der Westen als Verfechter des Völkerrechts inszeniere und forderten eine „politische Lösung“. Es waren Zwischenrufe zu hören: „Sag das mal Putin!“, „Niemand hat Putin angegriffen!“, einzelne Teilnehmer verließen die Kundgebung.

Johanna Horn von Fridays for Future forderte den sofortigen Stopp vom Ankauf fossiler Energieträger aus Russland: „Erneuerbare Energien sind Friedensenergien“, womit sie vereinzelt Applaus erntete. Best bedankte sich für die Teilnahme an der Kundgebung „für Frieden in der Ukraine und gegen die militaristische Politik der Bundesregierung“.

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