Kaiserslautern Freude über Feuerwache

Ortsvorsteher Fritz Henrich hat allen Grund zur Freude. Seit 25 Jahren wurde in Erlenbach nach einem geeigneten Standort für die Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehr gesucht. Im Juni soll die neue Feuerwache neben der Theo-Barth-Halle ihrer Bestimmung übergeben werden.
„Es wird auch in den Wintermonaten an der Halle gearbeitet“, verweist Henrich auf laufende Elektroarbeiten. Ursprünglich sollte das Gerätehaus in der Erlenbacher Straße unterhalb der Grundschule errichtet werden. Eine große Lösung mit Gemeindehaus und Bücherei war vor etwa 15 Jahren auf einer Fläche gegenüber der protestantischen Kirche vorgesehen. Bürgerprotest habe einen weiteren favorisierten Standort für die Feuerwehr vor drei Jahren an der Neuen Straße verhindert. Mit dem jetzigen Standort neben der Mehrzweckhalle sei eine gute Lösung gefunden worden, betont Henrich. Günstig gelegen sei das Gerätehaus auch, wenn die Feuerwehr mal in Richtung Gersweilerhof zu einem Einsatz ausrücken müsse. Der Neubau biete für zwei Löschfahrzeuge und 24 Feuerwehrleute ein optimales Raumprogramm. Dass die Kostensteigerung von 20 Prozent des ursprünglich vom Referat Gebäudewirtschaft mit 655.000 Euro veranschlagten Objekts hinterfragt werden müsse, erachtet Henrich als selbstverständlich. Zu einem gelungenen Abschluss sei im vergangenen Jahr die Neugestaltung der Grünanlage vor dem alten Gemeindehaus in der Erlenbacher Straße gekommen. „Zwei Jahre hat es gedauert“, erinnert der Ortsvorsteher an die Verzögerung durch die Insolvenz eines mit der Gestaltung beauftragten Gartenbauunternehmens. Die Hanglage vor der früheren Gemeindeverwaltung, deren Räume zeitweise von der Grundschule genutzt wurden und heute teilweise noch als Schulküche Verwendung finden, sei total heruntergekommen gewesen. Jetzt sei die Fläche neu und pflegeleicht begrünt. Die Hälfte der 30.000 Euro Gesamtkosten zur Gestaltung der Grünanlage hat der Ortsbeirat aus seinem Budget beigesteuert. Im neuen Jahr weiter beschäftigen wird den Ortsbeirat die Sanierung des Gesamtkomplexes der Theo-Barth-Halle, insbesondere wie es mit der Pächterwohnung über der Gaststätte weitergehen wird. Die Position des Gremiums ist klar. „Wir wollen die Pächterwohnung erhalten“, macht sich Henrich für eine Renovierung und den Erhalt stark. Von Seiten der Verwaltung ist angedacht, die Wohnung aus Wirtschaftlichkeitsgründen rückzubauen. Für einen Erhalt der Pächterwohnung sprechen nach den Worten Henrichs die Nähe des Pächters zur Gaststätte und Aspekte der Sicherheit vor möglichen Gefahren, denen die Mehrzweckhalle am Ortsrand ausgesetzt sein könne. Einen Ortstermin mit Vertretern des Ortsbeirats und der Bauverwaltung zur Begutachtung des Zustands der Wohnung hat es Anfang des Jahres gegeben. „Über die Zukunft der Wohnung wird letztlich der Stadtrat entscheiden“, so Henrich. Die Gaststätte in der Theo-Barth-Halle, seit vielen Jahren als Restaurant „Husarenschänke“ für eine gute Küche bekannt und ein beliebter Treffpunkt für die Bürger von Erlenbach, steht seit Dezember 2013 leer. Der Pächter habe sich aus Altersgründen zurückgezogen. Erlenbach braucht neues Bauland. Ein Grund, warum der Ortsbeirat in seiner Sitzung im Januar einen Bebauungsplan beantragte, die westlich der K9 gelegene Fläche als Wohnbaufläche auszuweisen. Baugrundstücke seien im Flächennutzungsplan 2025 vorgesehen, untermauert Henrich die Forderung des Ortsbeirats. Je nach Zuschnitt könnten dort 40 neue Bauplätze entstehen. Immer wieder gebe es Nachfragen nach Bauland. Private Baulücken seien im Stadtsteil Erlenbach kaum vorhanden. Das vor 30 Jahren erschlossene Wohngebiet Im Braumenstück und Im Welchental biete keinerlei Erweiterungsmöglichkeit. (jsw)