Kaiserslautern
Fotokünstler Jörg Heieck bereitet neue Projekte vor
Eingeladen vom Kulturamt der Stadt Krk in Kroatien hat Jörg Heieck im vergangenen Jahr eine Serie von Landschaftsfotografien unter dem Titel „Blavo“ (Blau) in Kroatien erstellt. Dabei handelt es sich um so genannte Cyanotypien in Preußisch Blau.
Als erstes werden diese Cyanotypien - also Bilder in monochromen Blautönen - jetzt im Rockenhausener Museum Pachen ausgestellt. Die Eröffnung findet 13. Juni, 11 Uhr, im Innenhof des Museums statt. Von Rockenhausen wandert die Schau am 27. August (Eröffnung) in die „Galeria Decumanus“ der Stadt Krk. Zu dieser Ausstellung wird in Zagreb dieser Tage ein Katalog gedruckt, dreisprachig in Deutsch, Kroatisch und Englisch.
Ab dem 10. Juli ist Heieck in einem Atombunker in Montabaur zugange. Im dort angelegten Kulturzentrum „B 05“ zeigt er seine Arbeiten zusammen mit einem Moskauer und einem Leipziger Fotografen.
Hier wird der rührige Lauterer vor allem die Fotografien von amerikanischen Liegenschaften - der Air Base Ramstein oder amerikanisch anmutenden Straßenzügen der Stadt Ramstein - zeigen, die er bereits in seinem Fotoband „Ramstein Germany“ (Edition Panorama) veröffentlicht hat. Dokumentiert hat er ferner diverse Konversionsprojekte, etwa das Depot Miesau und ganz generell die Präsenz der amerikanischen Truppen in der Pfalz.
Voraussichtlich im kommenden September dann will Heieck seine eigene Galerie „Brownian Motion“ in der Lauterer Medicusstraße wiederbeleben, die er zusammen mit dem Kairoer Fotokünstler Hamdy Reda betreibt. Dazu hat er den Fotografen Anno Weihs aus dem sauerländischen Menden eingeladen. Dieser zeigt grafisch anmutende Cyanotypien auf Glas (Petrischale).
Aber Jörg Heieck wäre nicht Jörg Heieck, fände er nicht auch noch die Zeit zum Experimentieren. So arbeitet er gerade an einer neuen Serie namens „Coronation“. Dabei erstellt er sogenannte Chemigramme mit Fixier- und Entwicklungsflüssigkeit per Hand während des Belichtungsprozesses.
Was dabei herauskommt, erinnert an so manche „Deep-Space“-Fotografie des Weltraum-Teleskops Hubble. Dazu meint der Künstler: „Dieser Tage kommt man sich ja vor, als lebe man in einer Science-Fiction-Story. Dazu scheint mir meine neue Serie ,Coronation’ doch gut zu passen.“
Wer sich schon mal anschauen will, was Heieck da so Spaciges „zusammenrührt“, findet vier Bilder aus dieser Serie in der aktuellen Ausstellung „Wadi“ der Künstler-Werkgemeinschaft (KWG) im Wadgasserhof und im Theodor-Zink-Museum.
Info
Am Freitag, 18.45 Uhr, kommt Jörg Heiecks Fotoarbeit in einem Beitrag der Serie „Amerikanisches Rheinland-Pfalz“ in der „Landesschau“ des SWR-Fernsehens vor.