MEHLINGEN Feuerwehr rückt am Wochenende vier Mal zum Einsatz bei derselben Firma aus

Immer wieder entzündeter Kunststoff bei der Firma Becker in Mehlingen hielt die Wehrleute am Wochenende auf Trab.
Immer wieder entzündeter Kunststoff bei der Firma Becker in Mehlingen hielt die Wehrleute am Wochenende auf Trab.

Gut beschäftigt war die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn am Wochenende. Ihr unfreiwilliger „Arbeitgeber“ war stets derselbe: Auf dem Hof des Entsorgungsbetriebes Jakob Becker in Mehlingen hatte sich immer wieder dort gelagertes Material entzündet.

„Am Freitagabend gegen 18 Uhr fuhren wir das erste Mal raus“, berichtet Wehrleiter Torsten Erlenbach; in einem Container war ein Feuer ausgebrochen. Gegen Mitternacht kam dann der zweite Alarm: In einer Brandmeldeanlage wurde ein Feuer in einer Schreddermaschine gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Bei Ankunft der Einsatzkräfte stand die Maschine bereits in Vollbrand. Offenbar hatten sich zerkleinerte Plastikteile entzündet und so die Maschine in Brand gesetzt. An der Maschine entstand entsprechender Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt. „Auch ein Müllhaufen neben der Maschine hatte sich entzündet“, schildert Erlenbach die Situation.

Die Feuerwehr nahm Luftanalysen für die Ursachensuche

Nachdem der Band gelöscht war, wurde die Feuerwehr ein drittes Mal am Samstagabend zum selben Ort gerufen. „Diesmal brannte ein Container.“ Und auch am gestrigen Sonntag blieben die Enkenbach-Alsenborner Einsatzkräfte nicht verschont: „Gegen 10 Uhr wurden wir erneut alarmiert“, berichtet der stellvertretende Wehrleiter Heiko Becker nach dem Einsatz, „gegen 14 Uhr konnten wir wieder abrücken.“ Die Polizei untersuchte den Brandort.

„Es handelte sich stets um geschredderten Kunststoff, der an verschiedenen Stellen gelagert war“, berichtet Becker. Deshalb sei von Selbstentzündung auszugehen, „Brandstiftung kann man ausschließen“, ergänzt sein Kollege Erlenbach. Die Wehrleute nahmen Luftanalysen des Rauches, die nun im Labor untersucht werden, um die genaue Ursache zu klären, erläutert er. Jeweils rund 20 Wehrkräfte waren an den vier Einsätzen am Wochenende beteiligt.

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