Kaiserslautern „Festen Platz im Sozialgefüge eingenommen“
Gestern vor genau 125 Jahren zeigten 15 Vorkämpfer in Kaiserslautern Flagge in Sachen Arbeitnehmerrechte, mit einer Vorläuferorganisation wurden die Wurzeln der heutigen IG Metall gelegt. Zum Geburtstag der Lauterer Metaller lud die Stadt für gestern Abend zu einem Empfang im Pfalzgrafensaal ein.
„Im Laufe der Jahrzehnte hat die IG Metall einen festen Platz im Sozialgefüge der Stadt eingenommen“, betonte Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhardt vor Gewerkschaftern und Gästen aus der Wirtschaft. Um den Erhalt des Opel-Standorts sei einmal gekämpft worden, rief sie in Erinnerung. Mittlerweile gebe es dort ganz andere, bessere Perspektiven – mit Investitionen in die Zukunft. Die Gewerkschaft kämpfe aber nicht nicht nur für die Interessen der Arbeitnehmer, sondern übernehme „Verantwortung der gesamtgesellschaftlichen Art“, etwa beim Thema Flüchtlinge, so die Bürgermeisterin weiter. Michael Detjen, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, skizzierte die Anfänge vor 125 Jahren, als auch in der Stadt die Industrialisierung in vollem Gange gewesen sei. „Es ist nicht alles von selbst gekommen, sondern von den organisierten Arbeitnehmern erstritten worden“, wies Detjen auf inzwischen etablierte Errungenschaften wie die 35-Stunden-Woche oder sechs Urlaubswochen hin. Aktuelle Themen für die IG Metall seien Betriebe ohne Tarifbindung, familiengerechte Arbeitszeiten und eine den Lebensstandard sichernde Rente. Ihr 125-jähriges Bestehen können die Kaiserslauterer Metaller gleich dreimal feiern: Neben dem Empfang der Stadt stand schon im Juli ein Erlebnistag im Siegelbacher Zoo an, und am 21. September wird noch einmal zusammen mit den anderen pfälzischen Verwaltungsstellen in der Fruchthalle gefeiert. Nils fragt |zs