Fußball
FCK II setzt gegen Ludwigshafen auf drei Rückkehrer und besseres Zweikampfverhalten
Alexander Bugera, der Trainer des 1. FC Kaiserslautern II, tappt noch ein bisschen im Dunkeln. Zumindest, was seine Sperre nach der Roten Karte bei der 1:2-Niederlage beim FV Diefflen vom vergangenen Samstag betrifft. „Ich weiß es noch nicht, auf was es hinausläuft“, sagt der 45-Jährige und fügt mit Blick auf die Partie seines Teams am Sonntag (16 Uhr, Fröhnerhof) gegen Arminia Ludwigshafen hinzu: „Ich gehe davon aus, dass ich am Sonntag auf jeden Fall nicht dabei sein werde. Es gab eine Stellungnahme – jetzt müssen wir mal abwarten.“
In der Nachbereitung des Diefflen-Spiels habe man sich die Szene, die zum 1:0 für die Gastgeber führte, und die ursächlich für die Rote Karte für den Trainer war „noch mal angeschaut. Das war ein klares Foul, das Video haben wir auch eingereicht beim Verband“, so Bugera. Er selbst wird also am Sonntag nicht an der Seitenlinie stehen, sondern sich „ein Plätzchen suchen, von wo ich mir das Spiel anschauen kann“.
Zwei Einsätze für Karamperis bei Griechenland
Weniger im Dunkeln tappt Bugera, was sein Personal angeht. Denn drei Spieler, die in Diefflen fehlten, sind am Sonntag wieder dabei. So Thomas Karamperis. Der 21-jährige Grieche, der mit der U21 seines Landes in der EM-Qualifikation unterwegs war, erschien gestern zum Training auf dem Fröhnerhof. Karamperis hatte beim 2:2 der griechischen U21 gegen Kroatien am Freitag als Startelf-Beginner 45 Minuten auf dem Platz gestanden. Bei der 0:2-Niederlage in Portugal am Dienstagabend wurde er in der 61. Minute eingewechselt.
„Er ist gut zurückkommen“, berichtete Bugera am Donnerstag. „Er war heute beim Training dabei, hätte am liebsten mittrainiert. Aber da habe ich ihn noch mal rausgenommen, weil so eine Länderspielreise doch auch anstrengend ist. So war er nur ein bisschen laufen und hat sich pflegen lassen. Er steigt dann am Freitag wieder ein.“ Das gilt auch für Kapitän Leon Robinson nach seinem Sonderurlaub. Und auch Drini Miftari steht nach seiner Sperre wieder zur Verfügung.
Miftari überrascht seinen Trainer
Über die Rückkehr dieser drei Spieler ist Bugera sehr froh. „Absolut. Leon geht als Kapitän immer voran. Bei seiner Zweikampfquote ist er fast immer bei 100 Prozent. Der steckt ja nie auf“, sagt der FCK-Trainer. „Mit Thomas haben wir einen Strategen auf dem Platz, der immer eine gewisse Ruhe reinbringt, weil er schon ein bisschen Erfahrung hat, obwohl er ja auch noch jung ist. Aber das hat er anderen Spielern bei uns voraus.“ Eine Überraschung ist für ihn Drini Miftari, der aus der A-Jugend hochgekommen ist. „Drini hat sich super entwickelt“, sagt er über den 19-Jährigen. „Ich habe ihm das so nicht zugetraut, dass er so viele Spiele macht. Aber er hat sich wirklich entwickelt und diesen Männerfußball von allen Spielern, die aus der A-Jugend gekommen sind, am meisten angenommen.“
Das wird gegen Ludwigshafen auch nötig sein, wie schon der Blick auf die vergangene Saison zeigt. „Letztes Jahr gab es zwei Niederlagen“, weiß auch Bugera. „Für Ludwigshafen ist es so eine Art kleines Derby. Dort sind auch einige dabei, die schon beim FCK gespielt haben. Für die ist es immer was Besonderes, gegen den FCK II zu spielen.“ Um wieder erfolgreich zu sein, müsse sein Team „wieder mehr über die Zweikämpfe ins Spiel kommen. Wir müssen uns mehr wehren. Das war in Diefflen ja in der ersten Halbzeit nicht der Fall, da haben wir wenig Zweikämpfe gewonnen. Die Jungs wollten zuletzt alles über das Spielerische lösen – und das kannst du in der Liga nicht.“