Kaiserslautern
Farbe und Fantasie: Kristina Ann Blumhoff stellt aus
Löwen, Tiger, Drachen, ein 1. FCK-Emblem, der Eiffelturm, Doppeldeckerbusse, die Freiheitsstatue, das Brandenburger Tor, Gondeln, Äppelwoi-Bembel oder die Erde in Stacheldraht: Die Bilder der in Los Angeles geborenen Künstlerin Kristina Ann Blumhoff zeigen ein rechtes Sammelsurium, zwischen Ferne und Nähe.
Textzeilen wie „No Hate“, „No Homophobia“ oder „No Rassism“ sind auf manchen dieser wild zusammengestellten und bunten wilden Bildern zu finden: Das zeigt, dass die im „richtigen Leben“ bei der Bahn arbeitende Deutsch-Amerikanerin durchaus auch gesellschaftspolitische Ansprüche hat und diese in ihrer Kunst verarbeitet. Es ist die Hippie-Kultur der 1960er- und 1970er-Jahre und die Pop Art, an die ihr Schaffen fraglos erinnert. Auch wenn es damals eher um „Peace“, „Make Love not War“ oder „Fantasie an die Macht“ ging. Und damals wie heute gilt: Wäre die Welt so bunt und malerisch wie in dieser Kunst, könnten wir alle froh sein. Sofern wir das auf Dauer aushielten.
Alles mit Pastellkreide gemalt
Alle Werke sind mit Pastellkreide gemalt und Blumhoff sagt, dass sie beim Arbeiten oft bunter aussieht als das jeweilige Bild selbst. Was ja durchaus auf die Art des Schaffensprozesses schließen lässt. Was diese Künstlerin offensichtlich weiter anstrebt, ist, ein bisschen Farbe und Fantasie in die Welt zu bringen. Was ihr mit der aktuellen Schau im Am WebEnd durchaus gelingt und was man in diesen dunkler werdenden Tagen gut gebrauchen kann. Also lohnt es sich, an einem Donnerstag mal vorbei zu schauen und sich die Werke namens „Ocean Vibes“, „Travel Diary“ oder „Hidden Desire“ anzuschauen.
Die Ausstellung
„Colorful Views“; Galerie Am WebEnd, Richard-Wagner-Straße 55 in Kaiserslautern, zu sehen bis 30. Dezember, donnerstags von 19.30 bis 21.30 Uhr.