Kaiserslautern Fantasie ersetzt Requisiten

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„Oh, wie schön ist Panama“ hieß es in der vergangenen Woche an zwei Tagen in Ramstein und Miesenbach. Zum 40. Geburtstag von Janoschs Tigerente & Co machte das Tigerenten-Erzähltheater, präsentiert von Sophia Lierenfeld, Station in beiden Stadtteilen. Karin Leiner, Leiterin der Stadtbücherei, hatte in Absprache mit dem Beltz-Verlag in Weinheim und einigen Kindergärten den Besuch ermöglicht.

Wenn es im Stadtteil Miesenbach auch nicht überall nach Bananen riecht, so finden die Kinder der Kindertagesstätte (Kita) Kinderplanet ihren Stadtteil dennoch wunderschön. Kita-Leiterin Jelena Wagner hatte unter dem Motto „Oh, wie schön ist Miesenbach“ ein Projekt gestartet. Da passte der Besuch des Tigerenten-Erzähltheaters unter dem Kinderbuchtitelmotto „Oh, wie schön ist Panama“ einfach toll dazu. Zum Leben erweckt wurde Janoschs berühmtes Werk von Schauspielerin Sophia Lierenfeld. „Schon im Orient genoss das lebendige Erzählen hohes Ansehen und es entwickelte sich eine eigene Kunst daraus“, berichtete sie. Für sie sei jede Vorstellung mit Kindern ein unvorhersehbares Erlebnis, meinte sie lächelnd, ehe sie in ihrem weiten Gewand, mit einem bezaubernden Lächeln und schwebendem Lauf für offene Mündchen und stilles Erstaunen bei den Kita-Kindern sorgte. Die Geschichte „Post für den Tiger“ hatte sie mitgebracht. Dafür verwandelte Lierenfeld sich ohne Requisiten mal in einen tapsigen Bären, mal in eine flüsternde, ängstliche Maus, in eine elegante Gans, einen schlauen Fuchs oder in den Hasen mit den schnellen Schuhen. Da wurde auch Mathilda mutig und hielt den Fantasiebrief, den Arina mit einer unsichtbaren Briefmarke beklebte, damit der schnelle Hase dem Tiger die heiß ersehnte Post auch bringen konnte. Damit wurde es lebendig um die Erzählerin, und auch die ein wenig Ängstlichen machten nun begeistert mit. Leo wurde zum tanzenden Bär und Adrian brillierte als Hahn. „Meine Oma hat auch einen Hahn, und den mag ich sehr“, meinte Adrian ein wenig außer Atem. Für Wagner war es eine beeindruckende Stunde. „Es ist schon erstaunlich“, sagte sie, „wie nur durch Erzählen und Bewegung die Fantasie von Kindern zum Leben erweckt wird. Da wurden selbst wir Erwachsene in die Fantasiewelt zurückversetzt.“

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