Kaiserslautern Für Notfälle und Krisen: Stadt Kaiserslautern richtet Verwaltungsstab ein

Im Rathaus ist nun ein neuer Verwaltungsstab für Notfall- und Krisenmanagement eingerichtet worden.
Im Rathaus ist nun ein neuer Verwaltungsstab für Notfall- und Krisenmanagement eingerichtet worden.

Um künftig noch besser auf Krisen und Notfallsituationen zu reagieren, hat die Stadt Kaiserslautern einen Verwaltungsstab für Notfall- und Krisenmanagement eingerichtet. Wie die städtische Pressestelle mitteilt, wurde dieser nun von Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (SPD) offiziell ernannt. In einer feierlichen Zeremonie erhielten alle Mitglieder ihre Urkunden.

„Wir sind gemeinsam bereit, Verantwortung zu tragen“, betonte Kimmel in ihrer Ansprache. „Schon während der Corona-Pandemie haben wir gezeigt, dass wir Krisensituationen gut meistern können.“ Die Koordination von administrativen und organisatorischen Maßnahmen in Krisen und außergewöhnlichen Ereignissen sei „für uns nicht nur eine Aufgabe, sondern ein Handlungsfeld, das wir mit Struktur und Erfahrung angehen“, sagte Kimmel. Zu diesen Maßnahmen gehörten etwa das beschleunigte Handeln bei Entscheidungsfindungen und Beauftragungen sowie die öffentliche Information und Kommunikation mit der Bevölkerung. „Unser Schwarmwissen und die enge Zusammenarbeit in unserem Team sind die Schlüsselfaktoren für unseren Erfolg in Krisenzeiten“, so die Oberbürgermeisterin.

Geopolitische Lage erfordert neue Maßnahmen

Der Ausbau des Notfall- und Krisenmanagements der Stadt war laut Verwaltung eine zentrale Herausforderung, die mit der Neugestaltung der gleichnamigen Stabsstelle unter der Leitung von Eleonore Baj vor rund zwei Jahren angegangen wurde. Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage – insbesondere der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, immer neuen Gefährdungslagen, Flüchtlingsbewegungen und potenziellen Versorgungsengpässen – sei es erforderlich, in der Verwaltung in einer Krise schnell und koordiniert handeln zu können.

„Der Verwaltungsstab wird uns in den kommenden Jahren bei der Bewältigung von Herausforderungen wie Terrorismusbedrohungen und anderen sicherheitsrelevanten Ereignissen unterstützen“, erklärte Kimmel weiter.

Die Mitglieder des Verwaltungsstabs haben umfangreiche Schulungsmaßnahmen unter anderem beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe durchlaufen, um auf künftige Krisensituationen vorbereitet zu sein. Geplant sind auch in Zukunft kontinuierliche Fortbildungsmaßnahmen, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Akademie des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz in Koblenz. Darüber hinaus werden kontinuierlich theoretische Übung in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Feuerwehr durchgeführt, um die Kooperation zwischen den beteiligten Sicherheitsbehörden weiter zu optimieren.

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