Kaiserslautern
Für den TuS Dansenberg II ist die Handball-Oberliga zum Greifen nah
Der TuS Dansenberg II kann am Samstag (19 Uhr/Layenberger Sporthalle) vor heimischem Publikum den Aufstieg in die Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar perfekt machen. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Wächter trifft auf den Rheinhessen-Vertreter TG Osthofen und könnte sich nach zwei Siegen in Folge sogar eine deftige Schlappe leisten.
„Theoretisch können am letzten Spieltag noch drei Mannschaften auf vier Punkte kommen, dann zählt das Torverhältnis. Wir müssten dann mit 13 Toren verlieren, um noch aus den Aufstiegsrängen zu rutschen“, informiert Michael Holstein, der beim TuS Dansenberg für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Bis auf das Schlusslicht der Vierergruppe, den TV Bitburg, könnten alle Teams den Sprung nach oben noch schaffen. Für die Schwarz-Weißen wäre der Aufstieg die Krönung einer formidablen Saison, die ihren bisherigen Höhepunkt im überraschenden Gewinn der Pfalzmeisterschaft hatte. Die zweite Mannschaft der Kaiserslauterer, die fast ausschließlich aus eigenen Nachwuchsspielern besteht, sicherte sich den Titel Anfang April durch einen 29:24-Erfolg beim TV Wörth. Auch in der Aufstiegsrunde konnten die guten Leistungen aus der regulären Saison bislang eindrucksvoll bestätigt werden. Zum Auftakt setzte sich die Wächter-Sieben gegen den Meister der Saarlandliga, HC Dillingen-Diefflen, nach einer starken zweiten Halbzeit mit 36:29 (17:16) durch. Der Mannschaft gelang es dann, den Rückenwind mit in das Auswärtsspiel beim TV Bitburg zu nehmen, der zum Auftakt bei der TG Osthofen denkbar knapp mit 32:33 den Kürzeren gezogen hatte. Beim klaren 35:24-Erfolg in der Eifel stachen neben Torhüter Henning Huber vor allem Tobias Wächter (7/3) sowie die beiden Fünffach-Torschützen Marco Holstein und Frederik Bohm aus dem starken Kollektiv hervor.
Den Aufstieg gerne mitnehmen
Huber wird ab der kommenden Saison im Drittliga-Kader stehen, wo er den Platz von Markus Seitz einnehmen wird. „Wir freuen uns sehr, mit Henning Huber wieder ein Eigengewächs nach oben ziehen zu können“, betont Dansenbergs Teammanager Alexander Schmitt. Weitere Spieler sollen folgen. „Wir haben einige, die den Sprung mittelfristig schaffen können, wenn sie dazu bereit sind, weiter hart an sich zu arbeiten.“ Der ein oder andere sei in der vergangenen Saison ja bereits in der Dritten Bundesliga zum Einsatz kommen. „Den Aufstieg würden wir natürlich gerne mitnehmen. Der Sprung von der Pfalz- in die Oberliga ist allerdings nicht zu unterschätzen. Ich hoffe, dass er nicht ein Jahr zu früh kommt“, so der Teammanager.
Die TG Osthofen hat sich als Tabellenzweiter für die Aufstiegsrunde qualifiziert, da Rheinhessen-Meister SF Budenheim bereits mit einer Mannschaft in der Oberliga vertreten ist. Dem knappen Auftaktsieg gegen den TV Bitburg folgte eine 17:24-Schlappe in Dillingen. „Wir haben ein paar falsche Entscheidungen gefällt, das war der Knackpunkt. Aber wir haben einen guten Kampf geboten“, betont TGO-Coach Leo Vuletic. „Uns hat die Durchschlagskraft im Rückraum gefehlt, auch von den Außenpositionen haben wir nicht gut getroffen. Und in Überzahlsituationen waren wir ganz schwach.“ Natürlich würden sich die Dansenberger am liebsten mit einem Heimsieg in Richtung Oberliga verabschieden und am Samstag den dritten Sieg in Folge feiern.
So spielen sie
TuS Dansenberg II: Simon Egelhof/Henning Huber (Tor), Max Dettinger, Benjamin Jusufbegovic, Sebastian Benkel, Maurice Lamotte, Tobias Wächter, Jannik Grunau, Marco Holstein, Niklas Jung, Frederik Bohm, Paul Poloczek, Timo Holstein