Kaiserslautern
Experten sehen durchaus Aufstiegschancen für den FCK
Daniel Graf (Trainer des SV Morlautern): „Der FCK steht auf dem vierten Tabellenplatz und hat absolut noch Aufstiegschancen. Deshalb ist das Spiel gegen Hannover 96 richtungsweisend. Und das nicht nur für die Roten Teufel, sondern auch für die 96er, die ja nur einen Platz und einen Punkt hinter Lautern stehen. Manche sagen, der Aufstieg käme für den FCK in dieser Saison noch zu früh. Das sehe ich aber ganz anders. Ein Aufstieg kommt nie zu früh. Ich drücke dem FCK und auch Torsten Lieberknecht mit dem SV Darmstadt die Daumen, dass es mit dem Aufstieg klappt. In Hannover zu spielen ist erfahrungsgemäß unangenehm. Aber der FCK hat in dieser Saison gute Leistungen gezeigt und hat genug Selbstvertrauen, um in Hannover zu gewinnen. Ich tippe auf einen 2:1-Sieg der Lauterer.“
Christopher Lamprecht (ehemaliger Bundesligaspieler und jetzt Trainer des VfR Kaiserslautern): „Hannover ist schwer zu schlagen. Aber wenn der FCK einen guten Tag erwischt, dann kann er am Samstag gewinnen. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe und glaube, dass die Chancen fifty-fifty stehen. Die Roten Teufel und Hannover 95 sehe ich aber nicht als Aufstiegskandidaten. Beide hatten im bisherigen Saisonverlauf schwankende Ergebnisse. Es fehlt ihnen einfach die Konstanz, um in dieser Runde den Aufstieg zu schaffen. Für beide wird es weder nach oben noch nach unten gehen.“
Erich Huber (FCK-Fan): „Nach der langen Winterpause ist das Spiel gegen 96 für den 1. FCK eine Standortbestimmung. Ich werde nach Hannover fahren und den FCK in diesem schwierigen Spiel unterstützen. Die Mannschaft bekommt es dort mit einem Gegner zu tun, der eine gute Vorrunde gespielt hat. Aber ich bin optimistisch. Ich wünsche mir ein schönes Spiel, das die Roten Teufel gewinnen. Das ist ihnen ja auch im Hinspiel gelungen. In Sachen Aufstieg glaube ich, dass er für den FCK in dieser Saison noch zu früh käme. Besser ist es, wenn es Schritt für Schritt nach oben geht. Aber wenn der Aufstieg schon in dieser Saison kommt, dann kommt er halt.“
Steffen Linsmayer (ehemaliger Trainer der TSG Kaiserslautern): „Dass der 1. FCK nach der Vorrunde so gut dasteht, das war nicht zu erwarten. Ich bin heilfroh, dass die Mannschaft nach den bitteren Jahren in der Dritten Liga bisher so eine gute Saison gespielt hat und auf dem vierten Tabellenplatz steht. Trotz dieser vielversprechenden Platzierung sollte es nach wie vor das primäre Ziel sein, so schnell wie möglich 40 Punkte zu holen. Danach kann man ja schauen, ob noch mehr drin ist. Natürlich darf man auch träumen. Ich wünsche dem FCK, dass er aufsteigt. Am Samstag sehe ich ihn vor einer schwierigen Aufgabe. Hannover 96 ist schon eine Hausnummer in der Zweiten Bundesliga. Ich tippe auf ein 1:1 unentschieden.“
Benny Hassenfratz (Trainer des TuS Hohenecken). „Zum Hinrundenauftakt erwartet den 1. FC Kaiserslautern ein enorm schweres Auswärtsspiel. Die Mannschaft muss den Schwung aus der Vorrunde mit in das Spiel am Samstag nehmen. Gelingt ihr das, dann kann sie auch gegen Hannover punkten. Ich tippe auf ein 1:1-Unentschieden. Viele Fans des FCK wünschen sich, dass die Mannschaft in dieser Spielzeit den Aufstieg in die Erste Liga schafft. Aber es müsste schon viel zusammenkommen, damit es mit dem Aufstieg klappt. Es gibt in der Zweiten Liga Mannschaften, die stärker als der 1. FCK sind. Aber es gab ja schon immer Überraschungen.“
Heraldo Jorrin (FC Erlenbach): „Hannover 96 ist ein Riesenverein. Ich erwarte am Samstag ein sehr umkämpftes Spiel. Dass die Lauterer sehr fit in diese Begegnung gehen werden, da bin ich mir sicher. In Dirk Schuster hat der 1. FCK einen Trainer der alten Schule, der viel Wert auf Fitness legt. Natürlich hoffe ich, dass Schuster mit seinem Team gewinnt und damit einen guten Start in die Rückrunde schafft. Aber ich vermute, dass das Spiel unentschieden, wahrscheinlich 1:1 endet. Wie viele Anhänger des 1. FCK träume auch ich davon, dass die Roten Teufel wieder in der Ersten Liga spielen. Das wäre für die Fans und die Stadt so wichtig. Aber der Aufstieg in dieser Saison würde der Mannschaft nicht guttun. Ihr würde es in der Bundesliga so ergehen wie einst der Spielvereinigung Greuther Fürth. Die ist nach einem Jahr wieder abgestiegen.