Kaiserslautern „Es ist uns eine soziale Verpflichtung“

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Die Stadtsparkasse Kaiserslautern zählt mittlerweile fast 180 Asylbewerber in Kaiserslautern zu ihren Kunden. Die Betreuung laufe in Zusammenarbeit mit dem Arbeits- und Sozialpädagogischen Zentrum (ASZ), das den Asylbewerbern in den beiden Wohnheimen im Asternweg unter die Arme greift.

„Wir machen das gerne. Es ist uns eine soziale Verpflichtung. Wir verdienen daran ja nichts“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse, Karl-Heinz Dielmann in einem Gespräch mit der RHEINPFALZ. Seit November 2013 betreut die Stadtsparkasse verstärkt Menschen, die in Kaiserslautern auf die Bewilligung ihres Asylantrags warten. „Wir wurden damals verstärkt mit dem Thema konfrontiert“, erzählt das stellvertretende Vorstandsmitglied Markus Müller, zuständig für Privatkunden. Es sei immer öfter vorgekommen, dass die Berater an den Schaltern mit ihren Englischkenntnissen nicht mehr weiterkamen. Den überwiegend aus Syrien, Eritrea oder Bosnien-Herzegowina stammenden Neu-Kunden konnte nicht mehr ohne weiteres geholfen werden. „Da leidet dann auch die Qualität“, sagt Müller. Also wurde an einer Lösung gefeilt: Die Sparkassenmitarbeiter erledigten zunächst die Kontoeröffnung vor Ort im Asternweg, unterstützt von der dort wirkenden Sozialbetreuung des ASZ, die auch dabei mithelfen konnte, die sprachlichen Barrieren zu überwinden. Mittlerweile wüssten die ASZ-Leute, was die Sparkasse an Unterlagen braucht, um für die Asylbewerber ein Konto zu eröffnen. Die Zusammenarbeit mit dem ASZ laufe „hervorragend“, lobt Müller. Auch Müllers Assistentin Tina Kirsch spricht von einem „sehr angenehmen Arbeiten“, insbesondere auch mit den Asylbewerbern. „Sie sind sehr freundlich, sehr höflich. Es macht einfach Spaß.“ Alle notwendigen Unterlagen können dann in der für das Gebiet rund um den Asternweg zuständigen Filiale Am Heiligenhäuschen abgeholt werden. Für das geplante Containerdorf für Asylbewerber sei dann die Filiale in der Feuerbachstraße zuständig. Mit dem Einrichten eines Kontos, über das die Zahlungen der Behörden eingehen, greife die Stadtsparkasse indirekt der Stadtverwaltung unter die Arme, die nun nicht mehr aufwendig das Geld in bar auszahlen müsse, erzählt Müller. Viele der aus dem Ausland stammenden Neukunden interessierten sich auch fürs Online-Banking. Für die Konten falle für die Kunden „eine geringe Gebühr“ an. Und nun, da 2015 möglicherweise 600 weitere Asylbewerber nach Kaiserslautern kommen, von denen einige ein Konto brauchen werden? „Da müssen wir schauen, wie wir das stemmen“, sagt Kirsch. (bld)

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