Kaiserslautern Erstes Weihnachtskonzert der Musikschule nach der Pandemie

Eröffneten den kurzweiligen Konzertabend: die Weihnachtsbläser unter der Leitung von Otto Fuchs (links).
Eröffneten den kurzweiligen Konzertabend: die Weihnachtsbläser unter der Leitung von Otto Fuchs (links).

Endlich wieder vor Publikum! Nach den Einschränkungen in der Vergangenheit präsentierte die Emmerich-Smola-Musikschule und Musikakademie am Freitagabend erstmals wieder in bekannter Weise ihr großes Weihnachtskonzert im Deutschordensaal. Musikschüler und -schülerinnen zeigten eine unterhaltsame und beeindruckende Leistungsschau ihres Könnens.

So vielseitig die Besetzungen, so abwechslungsreich erschienen die vorgestellten Stile und Instrumentierungen, mit denen man von der Klassik über den Swing bis hinein in die jüngere Popmusik viele (aber längst nicht nur) weihnachtliche Musik-Darbietungen präsentierte.

Schon die beiden ersten, stark und dynamisch in Ensemblestärke vorgestellten Beiträge sorgten für eine dann anhaltend gute Atmosphäre: Zunächst agierten die „Weihnachtsbläser“ unter der Leitung von Otto Fuchs mit unter anderem einem unter die Haut gehenden „O du fröhliche“. Im Anschluss daran und nach der Begrüßung durch Schulleiter Max Punstein spielten die von Wolfgang Bach geleiteten „First Strings“ ein Medley, das bekannte Weihnachtslieder beinhaltet.

Viel Applaus für die jüngsten Vortragenden

Viel berechtigten Applaus ernteten danach die jüngsten Vortragenden an diesem Abend, der Violinist Georg Kremel (unter der akkuraten Begleitung von Anna Anstett) für gleich zwei ansprechende Titel, Aurelia Kurz am Flügel (mit dem nicht ganz einfachen Stück „Die Zugvögel“) und Marianne Keßler, die an der Harfe das technisch anspruchsvolle Kabinettstückchen „Die Elfe und der Frosch“ sauber meisterte.

Der Klang der Harfe, auf der Bühne sonst eher selten zu hören, kam danach noch gleich zweimal zum Einsatz, einmal als fugenlos harmonierendes Harfenduo mit den Ausführenden Linnea Hayden und Charlotte Bayer, später mit Milena Brass, die damit in Pachelbels berühmten Kanon in D-Dur neue Klang-Akzente setzte.

Streichinstrumente sind oft im Einsatz

Mit am meisten zum Einsatz kamen bei diesem Weihnachtskonzert die Streichinstrumente: mal wie erwähnt solistisch, aber auch als Violinen-Duo (Decheng Gao und Markus Schäfer) und mit Begleitung durch den Flügel (Sophia-Marie Voss mit Daniela Nichitin, später Markus Schäfer mit Anna Anstett) – allesamt mit klassischen Stücken, die man in herausragender technischer und interpretatorischer Qualität vorstellte. Eine vortragstechnische Besonderheit stellte hier Rachmaninows „Vocalise“ dar, die im besonderen Arrangement mit Geige (Moritz Schumacher), Cello (Anna Konstanzer) und Flügel (Ida Baulig) eine nicht alltägliche, von den Ausführenden sauber vorgetragene Realisierung erfuhr.

Swing-Nummern und Weihnachtslieder

Apropos „nicht alltäglich“ und „besonders“. In dieser Kategorie sind auch zu nennen die Leistung des mit Palesa Hinske, Jutta Braun, Verena und Marlene Recktenwald besetzten Flöten-Quartetts, das mit der Komposition „Christmas Shopping“ wiederum an die aktuelle Zeit und den Konzerttitel erinnerte. Und auch der Eagles-Song „I Wish You Peace“ in einer nur von Gitarrist Patrick Andre und Sänger Thilaksan Varatharajah getragenen Version – übrigens der einzige, daher auch umso intensiver wirkende Vokalbeitrag des Konzerts – gehört in diese Gruppe der thematisch passenden und besonders aufhorchen lassenden Darbietungen.

Mit Swing-Nummern und weihnachtlichen Melodien vollends in die stilistische Moderne und die weihnachtliche Gegenwart zurückholte zum Schluss das von Musiklehrer Helmut Engelhardt und seinen Schülern Philipp Vinnichuk und Thomas Schmidt gebildete Saxofon-Trio. Endgültig wieder in der Festtagszeit angekommen war man dann schließlich, als das Jugendorchester der Schule unter der Leitung von Johanna Mann mit Purcells Weihnachtslied „Once in Royal David´s City“ das Konzert auf hoher Qualitätsebene abschloss.

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