Kaiserslautern Erneuter Rückschlag für die Krokodile

Die erste Wasserball-Mannschaft des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs kommt einfach nicht in Tritt. Am Sonntag unterlag sie dem WSV Vorwärts Ludwigshafen II mit 9:12 (3:4/2:4/1:3/3:1) und ging zum dritten Mal in dieser Saison leer aus.
revanchierte sich damit erfolgreich für die Niederlage gegen die Lauterer Reserve, die am Rhein mit dem gleichen Ergebnis gewonnen hatte. Gerade ein halbes Viertel war absolviert, da hatten die Ludwigshafener dem schlafmützig beginnenden KSK schon deutlich gemacht, dass sie diesmal nicht nur von der Besetzung her anders auftreten würden, als bei der Heimniederlage vor zweieinhalb Wochen. Während die Krokodile, die krankheitsbedingt auf Bernd und Ulf Feddeck verzichten mussten, noch nicht richtig im Wasser waren, hatten die Gäste bereits dreimal getroffen. Dass jener Drei-Tore-Vorsprung letztendlich schon spielentscheidend sein sollte, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen, zumal die Krokodile sich nun langsam fingen und durch Stefan Raspudic und Victor Morenas del Pozo zum Anschluss kamen. Nach dem vierten Treffer des WSV war es Johannes Bröhl der sein Team mit dem 3:4 kurz vor der Pause im Spiel hielt. Im zweiten Abschnitt prägten haarsträubende Fehlpässe und Fehler das Spiel des KSK, der sich bei Frank Dick bedanken konnte, der in mehreren „Eins-zu-Eins“-Situationen glänzend parierte. Aber auch er konnte nicht verhindern, dass Ludwigshafen zu vier weiteren Toren kam, während für den KSK nur Felix Kabus und Johannes Bröhl zum 5:6-Anschluss trafen. Zur Halbzeit stand es 5:8. Acht Minuten später sah es noch übler aus für die Krokodile, die zwar alles nach vorne warfen, aber „zurückgepfiffen“ wurden. Der Unparteiische fällte mehrere Entscheidungen zu Ungunsten des KSK, die sogar bei den dadurch bevorteilten Ludwigshafenern zu Kopfschütteln führten. Im dritten Viertel war lediglich Frederik Ramthun für den KSK erfolgreich, während die Gäste ihren Vorsprung auf 11:6 ausbauten. Allerdings hatten die Lauterer die Schuld nicht beim Schiedsrichter zu suchen, denn Chancen erspielten sie sich trotzdem genug, scheiterten aber an den eigenen Nerven oder am Gebälk des Ludwigshafener Gehäuses. Das Aufbäumen (Frederik Ramthun nach dem Anschwimmen, Melanie Keller in den Winkel und Karten Schöniger in Überzahl) zum 9:11 kam zu spät, um die Partie noch zu drehen. „Wenn wir den Anfang nicht verschlafen, gibt es ein Duell auf Augenhöhe“, sah Spielertrainer Stefan Raspudic Parallelen zur Partie der zweiten Mannschaft in Ludwigshafen, die nicht nur mit dem gleichen Ergebnis endete, sondern bei Viertelständen von 4:1, 3:3, 1:1 und 4:4 ebenfalls im ersten Abschnitt entschieden war. Bevor es Ende April zum vereinsinternen Duell kommt, steht für die erste Mannschaft des KSK am 21. März die Begegnung mit dem SV Neunkirchen auf dem Programm, die die Krokodile gewinnen müssen, um sich für die Oberliga-Runde zu qualifizieren. Der könnte der KSK II bereits am Freitag einen Schritt näherkommen, wenn er auf Schlusslicht SV Friedrichsthal trifft. (sts)