Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Erlenbach: Timo Menge will Dorfgemeinschaft wieder beleben

Ist in Erlenbach heimisch: Timo Menge.  Foto: VIEW
Ist in Erlenbach heimisch: Timo Menge.

Timo Menge hat zusammen mit Gleichgesinnten im Oktober vergangenen Jahres den „Dorfgemeinschafts- und Unterhaltungsverein - Die Strahlesel“ gegründet. Damit will er die Dorfgemeinschaft im Stadtteil wieder beleben.

„Ich wohne nicht nur in Erlenbach, ich lebe auch in Erlenbach“, so der 40-Jährige, der in seinem Heimatort die Schule besucht hat und aktives Mitglied im Männergesangverein ist. Zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Judith Voigt, David Spoto und Tanja Mossmann will er mit dem neuen Verein dazu beitragen, das gesellschaftliche Leben in dem Stadtteil aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken.

„Eine Kegelbahn gibt es nicht mehr, der Musikverein ist dabei, sich aufzulösen, der Frauenkreis der protestantischen Kirche, einst sehr aktiv, ist überaltert, der Gesangverein gibt noch alle zwei Jahre ein Konzert.“ Eine Kerwe hat es seit zwei Jahren nicht mehr gegeben, bedauert Timo Menge die Entwicklung in Erlenbach.

Dass ein Bedürfnis für ein Miteinander vorhanden sei, macht er an einem Nikolausfest im Dezember vergangenen Jahres fest, zu dem der Dorfgemeinschaftsverein erstmals auf den Platz vor der Ortsverwaltung eingeladen hatte. „Wir waren total von dem Zuspruch überrascht, den das Fest gefunden hat. Der Nikolaus kam, es gab Glühwein und Schwedenfeuer brannten. Im Nu waren 60 Liter Glühwein weg“, lässt er das Geschehen Revue passieren. Gut angenommen worden sei auch die Kinderfastnacht, zu der der Verein in die Theo-Barth-Halle eingeladen hatte.

Timo Menge ist daran gelegen, dass die Dorfgemeinschaft wieder funktioniert, man sich gegenseitig kennenlernt und überlegt, wie man das Dorfbild aufwerten und verschönern kann. Was mit einem Verein möglich ist und was man erreichen kann, ist Timo Menge als ehemaligem Präsidenten des Karnevalvereins Kaiserslautern bekannt. „Ein funktionierendes Vereinsleben strahlt aus und verbessert das Zusammenleben.“

Für Mai hat er eine Mitgliederversammlung einberufen. Da sollen auch die Weichen für das weitere Vorgehen gestellt werden. „Eine Kerwe werden wir wohl noch nicht auf die Beine stellen können“, räumt er ein. Vorstellen kann er sich, ein Sommerfest als Dorfgemeinschaftsfest auszurichten. Und schon denkt er an einen kleinen Festplatz, der dem Ort fehlt. Es könnte etwas sein mit einer kleinen Bühne. Aber das sei alles noch offen. Ein Glühweinfest zum Nikolaustag, daran will er jetzt bereits festhalten.

Dass viele ähnlich denken wie er, weiß Timo Menge aus positiven Rückmeldungen, die er über Facebook erhalten hat. Dass der Dorfgemeinschafts- und Unterhaltungsverein ihm ein Herzensanliegen ist, dokumentiert er mit dem Wappen des Vereins. Das zeigt den grauen Kopf eines Esels mit drei roten Eichhörnchen und einem grünen Band.

x