Kaiserslautern Elmar Wilz ist nicht zu stoppen

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Dass es bei Reitturnieren auf eine Hundertstelsekunde ankommen kann, zeigte sich am Wochenende beim Reit- und Springturnier in Heimkirchen. Die Springprüfung der Klasse L wurde beim letzten Ritt zum Erstaunen der Reiter, Zuschauer und Ausrichter bei einer solchen Zeitdifferenz entschieden.

In dieser Springprüfung lag zunächst Fabienne Schneider vom Reitclub (RC) Roggenhof bei Idar-Oberstein vorn. Nach einem fehlerfreien Ritt nach neun Hindernissen und elf Sprüngen setzte sie mit Leila in 57,03 Sekunden die Bestmarke. Joseane Seil von der Reitsportgemeinschaft (RSG) Riedelberg blieb mit Orchidee ebenfalls fehlerfrei, hatte aber einen deutlichen Rückstand, bevor Elmar Wilz vom Reit- und Fahrverein (RFV) Haidehof bei Kirchheimbolanden mit der sechsjährigen Zweibrücker Schimmel-Stute Estella in das Springgelände ging. Er blieb ebenfalls fehlerfrei, und die Uhr blieb bei 57,04 Sekunden stehen, was für ihn Platz zwei hinter Fabienne Schneider und vor Joseane Seil bedeutete. Gut besucht war das Turnier des Reitvereins Heimkirchen. Nur wenige Absagen hatten die Veranstalter an den beiden Turniertagen zu verkraften, und die erfolgten aus unterschiedlichen Gründen. Beide Plätze waren gut vorbereitet. Besonders der Springplatz hatte einen guten Boden. Der Platz in Heimkirchen ist für seine Hanglage bekannt. Parcoursbauer Wolfgang Mauß nutzte diese leichte Schräge zur Meldestelle hin optimal zum Bau der anspruchsvollen Hindernisse. Vorsitzender Thomas Buhl und Turnierleiter Fritz Walter zogen nach 21 Prüfungen ein positives Resümee. Einen Doppelsieg gab es in der Springprüfung der Klasse M, die in einer Siegerrunde entschieden wurde. Schon früh kündigte der spätere Sieger Elmar Wilz an, dass er seinen Vorjahreserfolg wiederholen will. Das gelang ihm auch eindrucksvoll mit Estella nach zwei fehlerfreien Umläufen über die neun Hindernisse mit elf Sprüngen im ersten Umlauf. In der Qualifikation blieb er als einziger Reiter fehlerfrei. Mit ihm qualifizierten sich noch zwei Reiterpaare für die Siegerrunde. Im zweiten Umlauf mit sechs Hindernissen und sieben Sprünge blieb der 54-jährige Landwirt und Pferdezüchter vom Haidehof nicht nur mit Estella fehlerfrei, sondern auch mit dem fünfjährigen Zweibrücker Schimmel-Wallach Landino. Nachdem die beiden ebenfalls qualifizierten Amazonen jeweils einen Abwurf hatten, war die Entscheidung zu Gunsten des Nordpfälzers gefallen. Die Luxemburgerin Joseane Seil von der RSG Riedelberg holte sich Platz drei bei einem Vorsprung von 89 Hundertstelsekunden. Eindrucksvoll meldete sich Lisa Schermer vom RFV Alsenborn zurück. Nach zweijähriger Pause gewann die 22-Jährige aus Enkenbach-Alsenborn bei ihrem zweiten Turnier nach dem Wiedereinstieg die Springprüfung der Klasse A. Mit der 15-jährigen Zweibrücker Schimmel-Stute Loomis hatte sie nach einem fehlerfreien Ritt einen Vorsprung von 1,07 Sekunden auf die 39-jährige Wirtschaftsjuristin Cindy Hollstein aus Heiligenmoschel vom gastgebenden Reitverein mit der siebenjährigen Zweibrücker Stute Escada. Dass dies kein Zufallserfolg war, zeigte ihre Leistung bei der Punktespringprüfung A**. Auch dort holte sie alle möglichen Zähler und hatte mit Loomis einen Rückstand von 3,41 Sekunden auf die Siegerin und einen Vorsprung von 3,14 Sekunden auf den nächstplatzierten Reiter. In der Dressurprüfung A holte sich Sarah Schneck mit dem fünfjährigen Trakehner-Wallach Mc Laren den Sieg. Die 35-jährige Reiterin konnte dabei Luisa Laux von der RSG Barbarossa Kaiserslautern mit der 16-jährigen Pony-Stute Tamira auf Platz zwei verweisen. Die Hunterklasse liegt offensichtlich Michele Ulrich vom RFV Alsenborn, die sich mit der 20-jährigen Hannoveraner-Stute Gitana den Sieg holte und sich dabei gegen Nina Martin von der CJD-Sportgemeinschaft Wolfstein mit dem zehnjährigen deutschen Springpony Cadeau du ciel benso durchsetzte wie gegen Thomas Buhl mit Mc Laren, dem Vorsitzenden des ausrichtenden Reitvereins. Ständig zwischen den beiden Plätzen war die 50-jährige Luxemburgerin Joseane Seil unterwegs. Sie wechselte zwischen Springen und Dressur, und dies mit Erfolg. Mit ihrem Neuerwerb Recall gewann die Reiterin der RSG Riedelberg, die auf allen pfälzischen Plätzen anzutreffen ist, die Dressurprüfung der Klasse M vor Susanne Moser vom RFV Lautertal mit dem neunjährigen Holsteiner Wallach Quite Cantus. Ihre Vielseitigkeit bewies sie dann mit den dritten Plätzen in den Springprüfungen der Klassen L und M. Dazwischen führte sie das Nachwuchspferd Emeraude D’armoise bei der zweiten Vorstellung überhaupt auf Rang zwei in der Eignungsprüfung der Klasse A für Reitpferde. | llw

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