Kaiserslautern Eintracht-Prunksitzung: Erlenbacher Strahlesel bringen Barth-Halle zum Beben (mit Bildergalerie)
Hupsmäd in Frührente: 30 Jahre lang waren sie eine Institution der Erlenbacher Fastnacht. Am Samstagabend aber haben sich die Hupsmäd von der närrischen Bühne verabschiedet. Beim Gesangverein Eintracht Erlenbach wird etwas fehlen, wenn die Sänger künftig zur Prunksitzung laden.
„Zwä Johr durfte mer nix mache – jetzt losse mer’s werrer krache“, zeugte am Samstagabend auch das Sitzungsmotto davon, dass der so traditionsreiche Gesangverein die Narretei nicht missen möchte. Im kommenden Jahr feiert die Eintracht ihr 150. Gründungsjubiläum. Wenn das Festjahr mit einer Fastnachtssitzung beginnt, sollten aber besagte Hupsmäd nicht völlig verschwunden sein: Die Erlenbacher präsentierten bereits die Nachfolge-Formation Hupsmäd 2.0. Trotz personellen Komplettwechsels geht es also weiter.
Strahleselsänger umjubelt
Nahtlos angeknüpft hat die Eintracht an Vor-Corona-Zeiten. Bis nach Mitternacht bebte die Theo-Barth-Halle in ihren Grundfesten. Einheimische – darunter Gruppen vom Turnverein – und Gäste trugen dazu bei. Die Strahleselsänger um Leiterin Steffi Kafitz feierten einen umjubelten Auftritt.
Stimmgewaltig zeigte sich dabei auch Stefan Lichter: Er hat die Moderation übernommen, nachdem der langjährige Sitzungspräsident Helmut Neurohr nicht mehr zum Weitermachen überredet werden konnte. Neurohr aber übernahm bei Lichters Bühnen-Auftritten – und bewies dabei, warum er zu den Besten seiner Zunft zählt.